Alpha-ID für die standardisierte medizinische Dokumentation beim DIMDI

Die fortlaufenden Identifikationsnummern ergänzen die alphabetischen Einträge der ICD-10-GM und ermöglichen eine wesentlich höhere Detailgenauigkeit bei der medizinischen Dokumentation.

Die Arbeit mit der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) in der täglichen Medizinpraxis wird durch das Alphabetische Verzeichnis der ICD-10-GM beträchtlich erleichtert: Über 73.700 Texteinträge verweisen auf die entsprechenden ICD-Kodes (15.455 Einträge).

Mit der Alpha-ID wird den Einträgen des alphabetischen ICD-Verzeichnisses eine stabile, nicht sprechende Schlüsselnummer angefügt, mit der medizinische Begriffe detaillierter dargestellt werden können. Die höhere Detailtiefe unterstützt die Interoperabilität der Kodierung zwischen verschiedenen IT-Systemen und erleichtert damit die elektronische Weiterverarbeitung in Klinik und Praxis.

Eindeutiger Datenaustausch – bessere Patientenversorgung

Die medizinische Sprache, die Terminologie, ist die Basis für die eindeutige Kommunikation zwischen den Heilberufen. Zentral gepflegte Terminologien sind auch Kernbestandteile für die systematische elektronische Dokumentation, die eine immer größer werdende Rolle für die Qualität der Versorgung spielt. Nur damit kann die im Behandlungsprozess anfallende Dokumentation für weiterführende Zwecke genutzt werden.

Informationen zu Diagnose und Behandlung eines Patienten werden in Arztbriefe und Überweisungen eingebracht, elektronische Patientenakten werden erstellt und mit anderen Systemen zur Entscheidungsunterstützung vernetzt. Auch Therapieentscheidungen, z. B. über das eingesetzte Medikament, werden also mittels der strukturierten Terminologien erleichtert.

Das dient schließlich auch der Arzneimitteltherapiesicherheit: Beispielsweise sind in der Alpha-ID Version 2007 über 200 neue arzneimittelassoziierte Begriffe enthalten, mit denen präziser kodiert werden kann. Damit sinkt auch das Risiko von Missverständnissen über eingesetzte Medikamente beim Datenaustausch, in der Folge auch bei der Interpretation der Daten und bei der Weiterbehandlung.

Pflegeverfahren der Alpha-ID

Mithilfe des standardisierten Pflegeverfahrens der Alpha-ID beim DIMDI werden Anforderungen aus allen medizinischen Bereichen kontinuierlich integriert. Vorschläge für Einträge zur Alpha-ID sind per E-Mail möglich: alpha-id@dimdi.de.

Das DIMDI stellt ein hochwertiges Informationsangebot für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung: Rund 70 medizinische Datenbanken liefern Informationen über Fachliteratur, toxikologische Fakten, aktuelle Meldungen u.v.m.

Das DIMDI ist Herausgeber der deutschen Versionen von medizinischen Klassifikationen wie ICD-10, ICF, Operationenschlüssel (OPS), ATC, MeSH und UMDNS und betreut medizinische Ordnungssysteme wie Alpha-ID, LOINC und OID.

Außerdem betreibt das DIMDI Informationssysteme für Arzneimittel, Medizinprodukte und Health Technology Assessment (HTA) und bietet zusätzliche Informationen zur Telematik im Gesundheitswesen an. Das DIMDI koordiniert überdies IT-Projekte im Ressort des BMG.

Media Contact

Susanne Breuer idw

Weitere Informationen:

http://www.dimdi.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Energie aus Weinbau-Biomasse

TH Köln berechnet Potenzial für Wärme- und Kälteerzeugung. Bei der Weinherstellung fallen Reststoffe wie Trester – der feste bis breiartige Rückstand nach dem Pressen der Trauben – und Rebholz nach…

Paradigmenwechsel in der Energieplanung

Modelle anders nutzen… Um den komplexen Anforderungen an künftige Gebäude- und Energiesysteme gerecht zu werden, schlagen Empa-Forscher Matthias Sulzer und Berkeley-Lab-Forscher Michael Wetter einen Paradigmenwechsel bei deren Planung vor: Sie…

Früherkennung von Venenthrombosen

EU-Projekt entwickelt tragbares Diagnostikgerät zur Früherkennung von Venenthrombosen. Venenthrombosen sind ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Bei etwa der Hälfte der Patienten löst sich das Blutgerinnsel von der Venenwand und gelangt in die…

Partner & Förderer