Neuer Computer-Tomograph zeigt Drei-D-Bilder des Herzens

Dreidimensionale Aufnahmen des Körperinneren Bild: Diagnostische Radiologie der MHH

Optimierte Notfalldiagnostik für Patienten mit Brustschmerzen

Der modernste Computer-Tomograph (CT), ein so genannter 64-Zeiler (Volumen-CT), und neueste Rechnertechnologie machen es möglich: In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) können nun Radiologen ihre Patienten noch genauer untersuchen. Erstaunliche Aufnahmen des Knochengerüstes, der Organe und Blutgefäße zeigen dreidimensionale Farbbilder des Körperinneren.

Der neue CT liefert gestochen scharfe dreidimensionale Bilder, beispielsweise des Herzens, in fünf Sekunden: Das Hightech-Gerät gehört zu den 64-Zeilern – so genannt, weil 64 Röntgenstrahlen-Empfänger (Detektorzeilen) gleichzeitig Bilder erzeugen. Diese Aufnahmen setzt dann ein Rechnersystem mit Hilfe der Daten eines gleichzeitig aufgenommenen EKGs in dreidimensionale Bilder um. „Damit können wir sehr viel besser das schlagende Herz untersuchen und Veränderungen wie verengte Herzkranzgefäße feststellen“, sagt Professor Dr. Michael Galanski, Direktor der MHH-Abteilung Diagnostische Radiologie. Zudem eignet sich der CT für die Notfalldiagnostik bei Brustschmerzen, da die Radiologen hiermit sowohl einen Herzinfarkt, einen Aortenriss oder ein Blutgerinnsel in den Lungengefäßen (Embolie) in wenigen Sekunden feststellen können. „Nur wenige Kliniken in Deutschland verfügen über diese modernsten Geräte“, sagt Professor Galanski. Hightech hat ihren Preis: Die Kosten liegen bei über einer Million Euro.

Der Computer-Tomograph ist nicht nur schneller als sein Vorgängermodell, er liefert auch mehr Daten. Röhre und Detektor drehen sich dreimal in der Sekunde um den Patienten. Weil der Untersuchungstisch gleichzeitig verschoben wird, tastet der CT die Patienten spiralförmig ab. Die Aufnahme des kompletten Herzens ist so in rund fünf Sekunden möglich – wesentlich schneller als bisher. Da die Patienten währenddessen die Luft anhalten müssen, bietet der 64-Zeilen-CT einen großen Vorteil: „Auch Menschen mit Atemnot können wir nun besser untersuchen“, sagt Dr. Herbert Rosenthal, Oberarzt der MHH-Abteilung Diagnostische Radiologie. Die dreidimensionalen Bilder des bewegten Herzens zeigen selbst kleinste Details: Herzkranzgefäße, die durch Kalk verengt sind oder durch fettige Ablagerungen- die so genannten Soft-Plaques.

Andere Organe lassen sich ebenfalls genauer und schneller darstellen. Vorteile ergeben sich besonders in der Notfallmedizin für Schwerverletzte, bei denen Knochenbrüche und innere Verletzungen schnell erkannt werden müssen.

Weitere Informationen gibt gern Dr. Herbert Rosenthal, MHH-Abteilung Diagnostische Radiologie, Telefon (0511) 532-3420 oder -3421, E-Mail: rosenthal.herbert@mh-hannover.de.

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Stefan Zorn idw

Weitere Informationen:

http://www.mh-hannover.de/

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