Verbesserung des Immunsystems zur Bekämpfung von Krebs

ART erhöht Anzahl der T-Zellen um das Tausendfache

Wissenschafter der Mayo Clinic http://www.mayo.edu haben ein Verfahren zur Verbesserung des Immunsystems entwickelt, das auch helfen soll eine Krebserkrankung abzuwehren. Inspiriert wurde das Team durch die Beobachtungen bei Pflegepersonal, das aus Versehen mit HIV in Kontakt gekommen war und anschließend eine antivirale Behandlung erhielt. Die Betroffenen blieben in der Folge gesund und erkrankten nicht an HIV. Die Behandlung erhöhte vielmehr die Anzahl der zur Bekämpfung der Infektion im Körper gebildeten Immunzellen drastisch. Die Wissenschafter gehen daher davon aus, dass Medikamente auf ähnliche Art und Weise zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden könnten.

Das Team um David McKean konzentierte sich auf die so genannte antiretrovirale Therapie (ART). Diese Behandlungsform scheint die Anzahl der T-Zellen um das Tausendfache zu erhöhen. Die Anzahl der T-Zellen erhöhte sich auch bei älteren Menschen, die generell weniger T-Zellen bilden. In der Folge führten die Wissenschafter einige Experimente mit Mäusen durch, um sicherzustellen, dass ART das Immunsystem nicht fälschlicherweise dazu brachte, den Wirt anstelle der Krankheitserreger anzugreifen. Es stellte sich jedoch heraus, dass das nicht der Fall war.

Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Verabreichung von ART zur Verbesserung einer Immunität gegen Erkrankungen wie Krebs nicht schädlich wäre. Die Wissenschafter haben sich bereits mit der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebs beschäftigt. Laut McKean sei es vorstellbar, ART als Möglichkeit einzusetzen, Tumorbestandteile zur Immunisierung der Krebspatienten gegen ihre eigenen Krebszellen zu nutzen. Derzeit sei dieses Ziel nur schwer zu erreichen, da Tumore eine Reihe von löslichen Produkten abgeben, die das Immunsytem behindern aber noch nicht erforscht sind. „Wenn es uns gelingt, ART Medikamente bei Krebspatienten für die Erhöhung der Anzahl der neu gebildeten T-Zellen einzusetzen, können wir die Wahrscheinlichkeit eines funktionierenden Impfstoffes gegen Krebs erhöhen.“ ART könnte laut BBC die Anzahl der T-Zellen soweit erhöhen, dass auch Patienten, die nicht gut auf Impftoffe ansprechen, eine erfolgreiche Immunabwehr erzielen.

Media Contact

Michaela Monschein pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.mayo.edu

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