Virtual Reality Labor eröffnet

Den Startknopf drückten Ministerialdirektor Klaus Tappeser vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Rektor Professor Dr. Günter Rexer und Professor Dr. Nicolai Beisheim, der Leiter des Labors im Studiengang Maschinenbau.

Die Eröffnung fand im Rahmen der Innovationstage Albstadt-Sigmaringen des Netzwerks Forschung und Entwicklung der IHK Reutlingen statt. Rund 40 Gäste waren dabei und staunten über die Möglichkeiten der Anlage. Spezielle Brillen sorgten für eine dreidimensionale Sicht auf eine große Leinwand. Professor Beisheim führte das interaktive Arbeiten am Beispiel eines virtuellen Industrieroboters vor und zeigte verschiedene Anwendungsmöglichkeiten.

Die Virtual Reality Software hat verschiedene Funktionen. Man kann beispielsweise einen virtuellen Menschen als Avatar mit einer Maschine agieren lassen und darstellen, welchen Belastungen er dabei ausgesetzt ist. Bei anderen Anwendungen werden Konstruktionsergebnisse überprüft und Kabellängen ermittelt oder der Austausch von Bauteilen wird geprobt. „Die Industrie nutzt die Funktionen, um den Bau von Prototypen zu vermeiden“, erklärte Beisheim.

„Die Methoden bringen enorme Vorteile bei der Entwicklung komplexer Produkte und Anlagen mit sich. Sie tragen in Unternehmen dazu bei, die Entwicklungszeiten und damit auch die Kosten drastisch zu senken und so die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, sagte Rektor Rexer. „Für uns als Hochschule ist es nur konsequent, auf diesem Feld einen Schwerpunkt zu setzen.“

Ministerialdirektor Tappeser beglückwünschte die Hochschule und betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaft und der Hochschule besonders vor dem Hintergrund des Strukturwandels sei. Außerdem lobte er, dass der Bereich Forschung gefördert wird. Das Virtual Reality Labor in Albstadt ist bereits seit Anfang des Semesters in Betrieb und wird unter anderem von Maschinenbau-Studenten genutzt, die Abschlussarbeiten in Unternehmen schreiben. Außerdem sollen Forschungsprojekte in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt werden.

Die Präsentationsfläche für die visuelle Darstellung ist 3,60 Meter mal 2,25 Meter groß und hat eine höhere Auflösung als moderne Full HD-Fernseher. Bis zu 40 Personen können gleichzeitig an einer Präsentation teilnehmen. Zusätzlich stehen im Labor, in das bislang knapp 190.000 Euro geflossen sind, acht Arbeitsplätze mit Hochleistungsrechnern für die Studenten zur Verfügung.

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