Kompakte Bediengeräte mit MES-Funktion

Die grafischen Bediengeräte der GOT1000-Serie kombinieren nach Herstellerangaben hohe Funktionalität mit einfacher Bedienung in einem platzsparenden Gehäuse.

Alle Geräte sind mit einer berührungsempfindlichen Bedienoberfläche ausgestattet und sollen dank des integrierten Betriebssystems zuverlässig und sicher sein.

Die vier neuen Touchscreen-Modelle bieten einen kostengünstigen Einstieg in das obere Leistungssegment der Serie, in dem jetzt 24 netzwerkfähige Geräte mit Bildschirmdiagonalen bis zu 15 Zoll zur Auswahl stehen.

Sie schließen sich nahtlos an die Standard- und Kompaktmodelle der Produktfamilien GT11 und GT10 an, die für serielle Kommunikation ausgelegt sind.

Die Bediengeräte der Typen GT1550 und GT1555 sind je nach Ausführung mit einer monochromen oder farbigen 5,7-Zoll-Anzeige ausgestattet.

Die kontrastreichen STN- (Super Twisted Nematic) oder TFT-Bildschirme (Thin Film Transistor) sollen klar lesbar sein und mit bis zu 65536 Farben und einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Punkten eine flexible und übersichtliche Darstellung von Maschinen- und Anlagenabläufen erlauben.

Steckbare Optionskarte bringt MES-Fähigkeit

Wie die größeren Geräte der Produktfamilie bieten auch die neuen Modelle mit der MES-Interface-Funktion eine einfache Technik, um Daten aus der Produktion in Echtzeit an ein übergeordnetes Manufacturing Execution System (MES) zu übergeben.

Die Funktion, die durch eine steckbare Optionskarte bereitgestellt wird, ermöglicht einen direkten Datenaustausch mit gängigen Datenbanken wie Oracle, Microsoft SQL Server und Microsoft Access. Die Lösung soll klassische Gateway-Rechner und ihre aufwendige Programmierung überflüssig machen.

Jedes Bediengerät kann die Daten von bis zu vier angeschlossenen Automatisierungskomponenten an eine Datenbank übertragen. Umgekehrt ist über die Datenbank ein Zugriff und Datentransfer auf das Bediengerät und die angeschlossenen Komponenten möglich.

Im Falle einer Kommunikationsstörung werden nicht gesendete Daten automatisch auf einer Compact-Flash-Karte gespeichert und nach der Unterbrechung umgehend an die ausgewählte Datenbank übermittelt.

Die bidirektionale Kommunikation läuft über ein Ethernet-TCP/IP-Netzwerk in der Datenbanksprache SQL (Structured Query Language). Auch der Austausch von Dokumenten im XML-Format (Extensible Markup Language) wird unterstützt.

Das 4-Kanal-Multitreiberkonzept unterstützt nicht nur herstellereigene Automatisierungsprodukte, auch die Steuerungen und Automatisierungsgeräte anderer Hersteller sollen sich in ein betriebliches Informationssystem einbinden lassen.

Die Auswahl der zur Steuerung der Produktions- und Geschäftsprozesse benötigten Daten erfolgt mit der normalen Bediengerätesoftware GT-Designer und erfordert nach Herstellerangaben keine speziellen Kenntnisse der Datenbankprogrammierung. Bereits vorhandene GT15-Bediengeräte können mit der MES Interface Funktion nachgerüstet werden.

Nahtlose Integration von SPS bis MES

Die auf die Produktpalette von Mitsubishi Electric abgestimmten Bediengeräte entfalten im Automatisierungsverbund mit den Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) oder als Mensch-Maschine-Schnittstelle zu Servoantrieben und Frequenzumrichtern des Unternehmens ihre volle Stärke.

So erlaubt zum Beispiel der Transparentmodus das Einspielen neuer SPS-Programme über das Bediengerät, ohne dass Schaltschranktüren geöffnet werden müssen. Bis zu 64 kompakte oder modulare Steuerungen vom Typ Melsec FX3U oder Melsec System Q können über die kleinen Modelle zentral bedient und parametriert werden.

Die einfache Integration zeigt sich auch in Kombination mit der redundanten Steuerungstechnik der Automatisierungsplattform Melsec System Q. Zwei identisch aufgebaute Steuerungen mit je einem speziell für die Prozessindustrie entwickelten Prozessormodul werden per Kabel miteinander verbunden und stellen den störungsfreien Betrieb der Prozessanlagen sicher.

Fällt eine Komponente der aktiven Steuerung aus, übernimmt das Ersatzsystem komplett deren Aufgaben. Ein mit beiden Steuerungen über ein Ethernet-Netzwerk verbundenes GT15-Bediengerät erkennt diesen Wechsel und schaltet automatisch auf die Reserve-Steuerung um.

Fortschrittliche Prozessortechnik

Kern der Bediengerätetechnik ist ein moderner 64-bit-Risc-Prozessor (Reduced Instruction Set Computer) in Kombination mit einem schnellen Grafikprozessor.

Ein großzügig bemessener Projektspeicher mit einer Kapazität von 9 MB, eine einfache Datensicherung über Compact-Flash-Karten und die schnelle Programmierung über eine Front-USB- oder Ethernet-Schnittstelle sind weitere technische Merkmale der Geräte.

Die Gehäusefronten sind bei geschlossener Abdeckung der USB-Schnittstelle nach Schutzart IP67 (staubdicht und gegen zeitweiliges Eintauchen in Wasser) geschützt.

Für international ausgerichtete Maschinen- und Anlagenhersteller sind zudem die Mehrsprachenunterstützung und der Unicode-2.1-Standard von Vorteil, der selbst komplizierte Schriften fehlerfrei auf die Bedienoberfläche bringt.

Anwendungsgerecht visualisiert

Die GOT-1000-Bediengeräteserie ist ein Baustein des Visualisierungskonzepts Vision 1000 von Mitsubishi Electric.

Drei Geräteserien mit mehr als 60 Modellen, vom einfachen Tastenbediengerät über grafische Touchscreengeräte bis zum leistungsstarken Industriecomputer, bieten flexible Bedien- und Visualisierungswerkzeuge für das breite Aufgabenspektrum der Industrie. Die weiteren Bausteine dieses Konzepts sind die Geräteserien E1000 und IPC1000.

Media Contact

Alexander Strutzke MM MaschinenMarkt

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