Nanographen macht Flash-Speicher noch kleiner

Speicherkarte: neues Zeitalter für Flash kommt Foto: pixelio.de/Bigeasyshoots

Um die Kurzschlussgefahr bei immer kleiner werdenden Flash-Speichern zu verringern, halten Forscher der Chinese Academy of Sciences http://english.cas.cn nach graphenbasierten „Charge Trapping“-Bauteilen Ausschau. Sie gelten als Alternative zu herkömmlichen Floating-Gate-Flash-Speichern.

Schlüssel Nanographen-Inseln

„Um die Datenspeicherung zu verbessern, ist es notwendiger, den Fußabdruck eines einzelnen Netzpunktes zu verringern, als eine hohe Dichte der Datenspeicherung zu gewährleisten“, erklärt der Pekinger Forscher Jianling Meng.

Der größte Vorteil von kleinen Flash-Speichern in Handys und Computern sei die höhere Speicherkapazität. Noch dazu können kleinere Flash-Speichersysteme die Datenübertragungsgeschwindigkeit von Programmen erhöhen.

In der neuen Technologie werden Elektronen und andere Ladeteilchen in kleinen Defekten im Graphen gelagert, die die Forscher „Nanographen-Inseln“ nennen.

Je mehr es von diesen Inseln gibt, umso mehr Ladung kann gespeichert werden. Das wiederum mündet in einer höheren Speicherkapazität.

Wettbewerbsfähige Leistung

In ihrer neuen Untersuchung haben die Wissenschaftler eine Methode zur Fabrikation von Nanographen mit einer Dichte von mehr als 1.012 Nanographen-Inseln pro Quadratzentimeter entwickelt.

Mit einer bestimmten Technik wird dabei eine Vielzahl solcher Defekte entwickelt, die für die Lagerung der Elektronen gebraucht wird.

Die immense Zahl solcher Ladezonen ermöglicht es den Forschern letztlich, ein Speichergerät zu entwickeln, welches eine sehr wettbewerbsfähige Performance aufweist.

So ist den chinesischen Forschern gelungen, das größte Speicherfenster mit neun Volt – bislang jedoch nur für graphenbasierte Charge-Trapping-Memory zu entwickeln.

Media Contact

Christian Sec pressetext.redaktion

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Das Auto als rollender Supercomputer

Moderne Autos sind mit Elektronik vollgepackt. Das Management der vielen Rechner und Assistenzsysteme ist komplex, zudem erhöhen die Kabelbäume das Gewicht der Fahrzeuge. Fraunhofer-Forschende arbeiten im Verbundprojekt CeCaS an einer…

Digitaler Zwilling für flexible Postsendungen

Biegeschlaffe Postsendungen mit flexibler Verpackung – sogenannte „Polybags“ – stellen Logistiker bei der automatischen Sortierung vor Probleme. Dank moderner Simulationsmethoden gibt es dafür nun eine breit anwendbare Lösung. Wer online…

Klebstoffe aus Federn

Klebstoffe beruhen fast immer auf fossilen Rohstoffen wie Erdöl. Fraunhofer-Forschende haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem der biobasierte Rohstoff Keratin erschlossen wird. Die leistungsfähige Protein-Verbindung ist beispielsweise in Hühnerfedern…

Partner & Förderer