DFG-Schwerpunktprogramm zu Software-Sicherheit RS3 startet in zweite Phase

Übergeordnetes Ziel des vom Darmstädter Informatik-Professor Heiko Mantel koordinierten Programms ist es, die Sicherheit von komplexen Softwaresystemen zuverlässig überprüfbar zu machen. Zum Auftakt der zweiten Phase findet das Jahrestreffen des Schwerpunktprogramms vom 09.10. bis zum 12.10.2012 in München statt.

Bei der Verwendung üblicher Sicherheitsmechanismen (Kryptographie, Zugriffskontrolle etc.) in modernen Softwaresystemen sind die resultierenden Sicherheitsgarantien häufig unklar. Zum Beispiel wird aus der Zugriffsberechtigung eines Programms auf ein Adressbuch nicht deutlich, ob es die darin enthaltenden Daten an Dritte weitersendet.

Die vollständigen Konsequenzen der Zugriffsberechtigung sind somit für einen Nutzer oft nicht ersichtlich. Das DFG-Schwerpunktprogramm „Reliably Secure Software Systems“ hat daher den Wechsel von mechanismenorientierter Sicherheitstechnologie hin zu einem eigenschaftsorientierten und mathematisch fundierten Zugang zur Sicherheitsforschung zum Ziel.

Hierzu werden neue Werkzeuge und Methoden für die Analyse und Entwicklung sicherer Software entwickelt sowie theoretische Grundlagen erforscht. Die entwickelten Resultate werden in Anwendungsszenarien evaluiert. Zum Beispiel werden im Szenario „Softwaresicherheit für mobile Endgeräte“ Analysewerkzeuge verwendet, um Apps hinsichtlich des sicheren Gebrauchs von vertraulichen Daten zu zertifizieren. Ein weiteres Anwendungsszenario stellt sich den Sicherheitsproblemen eines E-Voting-Systems, wie den Diebstahl von Stimmen. Hierbei werden die erarbeiteten Resultate des Schwerpunktprogramms angewandt, um ein voll funktionsfähiges E-Voting-System zu zertifizieren.

An RS3 beteiligen sich Forscher aus ganz Deutschland von Universitäten und Technischen Universitäten aus Augsburg, Darmstadt, Dortmund, Erlangen, Freiburg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Mannheim, München, Münster, Rostock, Saarbrücken und Trier sowie vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und von den Max-Planck Instituten für Informatik und für Softwaresysteme. Die Koordination liegt bei Prof. Dr. Heiko Mantel, Leiter des Fachgebiets Modellierung und Analyse von Informationssystemen an der TU Darmstadt. In der zweiten Phase von RS3 werden 13 Projekte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.
Pressekontakt
Dr. Artem Starostin
Telefon: 06151/16-6802
E-Mail: starostin@mais.informatik.tu-darmstadt.de

Ansprechpartner für Medien

Jörg Feuck idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Der lange Hals der Giraffe

Neue Erkenntnisse über eine Ikone der Evolution Die Analyse digitalisierter Sammlungsobjekte konnte eine alte Hypothese bestätigen. Der lange Hals der Giraffe fasziniert Evolutionsbiologen und Anatomen schon seit Langem. Trotz der…

Mikroschwimmer lernen effizientes Schwimmen von Luftblasen

Forscher am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation zeigen, dass das Geheimnis des optimalen Mikroschwimmens in der Natur liegt: Ein effizienter Mikroschwimmer kann seine Schwimmtechniken von einem unerwarteten Mentor erlernen: einer…

Neue antimikrobielle Polymere als Alternative zu Antibiotika

Neue Emmy Noether-Gruppe der Universität Potsdam forscht gemeinsam mit Fraunhofer IAP Am 1. Januar 2021 nahm die neue Emmy Noether-Gruppe »Antimikrobielle Polymere der nächsten Generation« an der Universität Potsdam in…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen