Optik trifft THz

Additiv hergestellte optische Komponente an der TH OWL
Bild: TH OWL

DFG fördert Forschung für neue Sensortechnologie.

Ein Sensor, der Optik und Terahertz (THz) verbindet und aus dem 3D-Drucker kommt, das ist das Ziel eines Projekts der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Technischen Universität Darmstadt. Die Fachgebiete Optical Engineering der TH OWL und Terahertz Bauelemente und Terahertz Systeme (TSYS) der TU Darmstadt erforschen und entwickeln Lösungen, um multi-spektrale Sensorsysteme unter Verwendung von Licht im Nahinfrarotbereich (NIR) und THz zu kombinieren und additiv herzustellen.

Damit würden zwei in vielen Industrien verwendete Technologien in einem Sensor verbunden, der zusätzlich kosteneffizient hergestellt werden kann. Das Forschungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre mit zwei Promotionsstellen und entsprechenden Sachmitteln gefördert.

Elektronik, Autos, Optik – in den vergangenen Jahrzehnten hat der 3D-Druck die traditionellen Fertigungsverfahren maßgeblich erweitert. Gerade in der Herstellung von Einzelstücken und Prototypen hat die Additive Fertigung die klassische Produktion größtenteils ersetzt. Das nun gestartete Forschungsprojekt „AMUSE“ der beiden Projektpartner zielt darauf ab, kostengünstige, wiederverwendbare multispektrale Sensorelemente bspw. für Anwendungen in der Spektroskopie und den Biowissenschaften herzustellen. Dieser ko-integrierte Sensor wird spektroskopische Daten im NIR- und THz-Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufnehmen und dabei nur ein optisches System verwenden.

„Das Projekt ‚AMUSE‘ gibt uns die Chance, unsere umfangreichen Erfahrungen zusammenzubringen und so die Kompetenzen zur Herstellung und Entwicklung neuartiger Sensorsysteme und der Additiven Fertigung zu stärken“, so Prof. Dr. Oliver Stübbe von der TH OWL. Beide Forschungseinrichtungen haben sich zum Ziel gesetzt, ein einzigartiges und innovatives multispektrales Sensorsystem für den Einsatz in der Spektroskopie und den Life Science Technologien herzustellen. Das Fachgebiet Optical Engineering der TH OWL übernimmt schwerpunktmäßig die Optik und die Additive Fertigung, während sich das TSYS der TU Darmstadt mit der THz-Sensorentwicklung befasst.

Bisher ist die 3D-Herstellung und die Untersuchung des multispektralen Sensorsystems basiert auf diesen beiden Technologien (NIR und THz) nicht möglich, unter anderem, weil bisher kein 3D-druckbares Material bekannt ist, das als Trägersystem für die unterschiedlichen Sensoren der beiden Technologien eingesetzt werden kann. Das soll sich nun ändern: Im Projekt werden zunächst verschiedene NIR und THz kompatible Materialen auf ihre Eignung getestet und anschließend entsprechenden Sensoren additiv hergestellt. Das gedruckte Sensorsystem ist dann eine kostengünstige Alternative bspw. für die genaue Untersuchung von organischen und anorganischen Stoffen. Wenn das klappt, können Stoffe z.B. Lebensmitteln zukünftig mit einfach wiederverwendbaren Sensorelementen schneller und günstiger analysiert werden.

http://www.th-owl.de

Media Contact

Georg Löwen Dezernat Kommunikation und Marketing
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik

Dieser Fachbereich umfasst die Erzeugung, Übertragung und Umformung von Energie, die Effizienz von Energieerzeugung, Energieumwandlung, Energietransport und letztlich die Energienutzung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Windenergie, Brennstoffzellen, Sonnenenergie, Erdwärme, Erdöl, Gas, Atomtechnik, Alternative Energie, Energieeinsparung, Fusionstechnologie, Wasserstofftechnik und Supraleittechnik.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Nano-Fluoreszenz-Signale detektieren

– neue Möglichkeiten beim Kennzeichnen von Produkten. Forscherinnen und Forscher von INNOVENT e.V. und der Ferdinand-Braun-Institut gGmbH haben eine Messtechnik entwickelt, mit der sich erstmalig unabhängig von aufwändiger Laborausstattung nanoskalige…

Leben im Erdinneren so produktiv wie in manchen Meeresbereichen

Mikroorganismen in Grundwasserleitern tief unter der Erdoberfläche produzieren ähnlich viel Biomasse wie solche in manchen Meeresbereichen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende unter Leitung der Universität Jena und des Deutschen Zentrums…

Urbaner Holzbau: Farbige Fassaden steigern Akzeptanz

Im Gedächtnis zahlreicher Kulturlandschaften ist der Baustoff Holz tief verankert. Wieviel Zukunft das Bauen mit Holz eröffnet, zeigt nun eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf. Unter baukulturellen…

Partner & Förderer