Wissenschaft und Wirtschaft in NRW starten Kooperation zur großtechnischen Stromgewinnung aus Geothermie

Die Hitze aus dem Erdinneren zur Energiegewinnung einsetzen – in Deutschland wird diese Möglichkeit bislang nur in kleinem Maßstab genutzt. Das soll anders werden und die nordrhein-westfälische Wissenschaft und Wirtschaft sind wichtige Akteure bei der Erschließung dieser Zukunftstechnologie: In Brandenburg wird noch vor Ende des Jahrzehnts das größte Geothermiekraftwerk in Deutschland mit 25 MW elektrischer Leistung entstehen. 250 Mio. Euro sollen investiert werden, um Strom aus 5.000 m tiefliegendem Vulkangestein zu gewinnen. Das technisch-wissenschaftliche Know-how dazu kommt aus NRW: Die Begleitforschung zum Bau der Anlage durch die Essener ENRO AG wird vom GeothermieZentrumBochum (GZB) als Verbundforschungseinrichtung der FH Bochum, der RWTH Aachen und der FH Gelsenkirchen gemacht.

Mit dem Bau der ersten von insgesamt zehn Teilanlagen unweit von Berlin, so planen ENRO AG und GeothermieZentrum, soll bereits im Sommer diesen Jahres begonnen werden. Am Freitag, den 24. Februar 2006 wird der Vertrag über diese Zusammenarbeit zwischen der ENRO AG und dem GeothermieZentrumBochum (GZB) unterzeichnet. Ein Pressegespräch im Vorfeld der Unterzeichnung soll die Öffentlichkeit über das Vorhaben informieren.

Es findet statt um 11 Uhr in der
Fachhochschule Bochum,
Lennershofstraße 140
44801 Bochum
Raum C0-16/17 (Senatssaal).

Gesprächspartner sind:

· Dr. Karlheinz Bund, Aufsichtsratsvorsitzender der ENRO AG
· Prof. Dr. Rolf Bracke, Vorstandsvorsitzender GZB
· Prof. Dr. Christoph Clauser, RWTH Aachen / Geophysik
· Dipl.Geophysiker Ralph Weidler, GZB/Reservoir-Engineering
· Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
· Dr. Volkhard Riechmann, Ministerium für Wirtschaft,. Mittelstand und Energie des Landes NRW

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Detlef Bremkens idw

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