Rostocker Pharmakologen untersuchen neue therapeutische Optionen zur Behandlung von Brustkrebs

Prof. Dr. Burkhard Hinz/Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Rostock Universitätsmedizin Rostock

Die therapeutischen Optionen für fortgeschrittenen resistenten und metastasierten Brustkrebs sind derzeit noch begrenzt und erfordern die Untersuchung neuer klinisch anwendbarer Behandlungsansätze.

In dem seit 1. Juli 2020 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1 Million Euro geförderten Verbundprojekt „bright2fight“ des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Rostock (Prof. Dr. Burkhard Hinz), des Instituts für Pharmazie der Universität Greifswald (Prof. Dr. Christoph Ritter) und des Instituts für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Prof. Dr. Andreas Hilgeroth) sollen neue Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs getestet werden.

Im Projekt soll das Enzym Brusttumor-Kinase (Brk) als Zielmolekül für die Behandlung von arzneimittelresistentem und fortgeschrittenem metastasiertem Brustkrebs unter Verwendung neu entwickelter Hemmstoffe untersucht werden.

Dazu gehört die Aufklärung der Wirkungsweise von Brk bei der Verstärkung der metastasierenden Eigenschaften der Brustkrebszellen, des Tumorwachstums durch Bildung neuer Blutgefäße im und am Tumor und der Arzneimittelresistenz.

Darüber hinaus werden Hemmstoffe strukturell optimiert und hinsichtlich ihres Potenzials zur Hemmung dieser Tumor-fördernden Eigenschaften in vitro und in vivo eingeordnet.

„Wir erwarten, durch diese Untersuchungen Substanzen zu finden, die anschließend klinisch weitergetestet werden, um somit perspektivisch das pharmakotherapeutische Spektrum zur Behandlung von fortgeschrittenem resistentem und metastasierendem Brustkrebs zu erweitern“, sagt Prof. Dr. Burkhard Hinz, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Rostock.

„Die Förderung und die damit möglichen Erkenntnisse stärken unseren Forschungsschwerpunkt Onkologie“, ergänzt Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock.

Das Verbundprojekt wird im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie „Targetvalidierung für die pharmazeutische Wirkstoffentwicklung“ gefördert.

Ansprechpartnerin für die Presse:
Universitätsmedizin Rostock, Susanne Schimke, Tel.: +49 (0) 381 494 50 90, susanne.schimke@med.uni-rostock.de

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Martina Kaminski Universität Rostock

Weitere Informationen:

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