Neues Projekt untersucht Ammoniak als Kraftstoff

Das neue Forschungsprojekt untersucht die Potentiale von Ammoniak und Wasserstoff für stationäre Motorenanlagen zur Stromerzeugung und Netzstabilisierung
Foto: Sebastian Cepelak / Universität Rostock

Ammoniak als Kraftstoff in Kraftwerksanwendungen.

 Neues Projekt an der Universität Rostock untersucht alternative Lösungen für Verbrennungsmotoren.

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Energiewende voranzutreiben, gewinnen alternative, klimaneutral hergestellte Kraftstoffe zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund startete am 1. Januar 2024 ein Forschungsprojekt an der Universität Rostock, dass die Potentiale von Ammoniak und Wasserstoff für stationäre Motorenanlagen zur Stromerzeugung und Netzstabilisierung untersucht.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit insgesamt 3,4 Mio. Euro geförderte Projekt unterstützt zwei Lehrstühle der Universität Rostock mit rund 1,4 Mio. Euro. Der Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren unter der Leitung von Professor Bert Buchholz widmet sich der Entwicklung und Optimierung potentieller Ammoniak-Motorenkonzepte. Ziel ist es, mögliche verbleibende Treibhausgas- und Schadstoffemissionen zu analysieren und zu minimieren.

Dazu werden geeignete Abgasnachbehandlungssysteme, das heißt Katalysatoren, für den Einsatz in Ammoniakmotoren getestet und durch Versuche an Modellgasprüfständen analysiert.

Der Rostocker Lehrstuhl für Analytische Chemie unter der Leitung von Professor Ralf Zimmermann übernimmt die analytische Untersuchung der gasförmigen und partikulären Abgaskomponenten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Veränderung der Emissionen beim Einsatz von Ammoniak und Wasserstoff im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Wichtige Fragestellungen sind dabei die potentielle Bildung toxischer, stickstoffhaltiger Verbindungen und deren mögliche Minimierung sowie der Einfluss von Schmieröl.

Die LOGE Deutschland GmbH aus Cottbus fungiert als Projektkoordinator und wird dabei von der FVTR GmbH aus Rostock sowie der Photonion GmbH aus Schwerin unterstützt. Das Projekt ist ebenfalls im Department Life, Light & Matter der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock verankert und fügt sich in die Strategie der gemeinsamen Initiative „Networked Matter– Vernetzte Materie“ der Universitäten Kiel und Rostock ein.
Das Forschungsprojekt mit dem Titel „NH3-Stat“ hat eine Laufzeit bis Mitte 2027 und soll einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Alternativen in der Energieerzeugung leisten. Die Erforschung und Nutzung von Ammoniak als alternativen Brennstoff für stationäre Verbrennungsmotoren ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltigere Energiezukunft.

Bildunterschrift:
Zum 1. Januar 2024 startete ein neues Forschungsprojekt an der Universität Rostock, das die Potentiale von Ammoniak und Wasserstoff für stationäre Motorenanlagen zur Stromerzeugung und Netzstabilisierung untersucht. Involviert sind Arbeitsgruppen vom Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren sowie vom Lehrstuhl für Analytische Chemie. Bei der Anlage im Hintergrund handelt es sich um einen Einzylinder-Motorenprüfstand, der im Rahmen des Projektes als Basis für die experimentellen Untersuchungen zur Entwicklung der Ammoniak-Motorenkonzepte dienen soll (v.l.n.r.: M.Sc. Felix Wenig, M.Sc. Uwe Etzien, Professor Ralf Zimmermann (Leitung Lehrstuhl für Analytische Chemie), Professor Bert Buchholz (Leitung Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren) sowie Dr. Thorsten Streibel, Foto: Sebastian Cepelak/Universität Rostock).

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Bert Buchholz
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren
Tel.: +49 (0) 381/498-9150
E-Mail: bert.buchholz@uni-rostock.de

Prof. Dr. Ralf Zimmermann
Universität Rostock
Mathematik-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Chemie
Abteilung Technische und Analytische Chemie
Tel.: +49 (0)381/498-6460
E-Mail: ralf.zimmermann@uni-rostock.de

Media Contact

Dr. Kirstin Werner Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock

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