Experimenteller Impfstoff schützt gegen Bio-Waffe Rizin

Ein experimenteller Impfstoff gegen Rizin, ein natürliches Gift aus den Samen der Rizinusstaude, hat sich in einem ersten klinischen Test als wirksam erwiesen. Alle Probanden, die die höchste Impfstoffdosis gespritzt bekamen, entwickelten Antikörper in ihrem Blut, die das Gift neutralisierten. Das berichten Ellen Vitetta und Kollegen von der Universität von Texas in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS) .

Das Team um Vitetta testete seinen Impfstoff in unterschiedlich hohen Dosen an insgesamt 15 gesunden Probanden. Dabei zeigte sich, dass alle fünf Teilnehmer in der höchstdosierten Vakzingruppe und vier von fünf in der Gruppe mit der mittleren Dosierung Antikörper entwickelten. Die menschlichen Antikörper wurden danach Mäusen injiziert – zusammen mit einer Spritze Rizin. Alle Nager überlebten das Experiment.

Der Impfstoff, den die Forscher in Texas RiVax nennen, besteht aus einem genetisch veränderten Bestandteil des Giftstoffs Rizin – und nicht aus einer kompletten inaktivierten Einheit Rizin. Als Nebenwirkungen nannten die Teilnehmer der Pilotstudie leichte Kopfschmerzen und einen – durch die Injektion – etwas schmerzhaften Arm.

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