Wasserpflanzen sinnvoll nutzen

Die schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) zählt zu den Wasserpflanzen, die in Unmengen in unseren Gewässern wachsen und deren energetische Nutzung im Projekt AuqaMak untersucht werden soll. Foto: André Künzelmann/UFZ

Viele Flüsse und Seen in Deutschland sind zunehmend durch übermäßigen Bewuchs von Wasserpflanzen betroffen. Oftmals handelt es sich dabei um Pflanzen, die nicht heimisch sind (sog. Neophyten) und die deshalb durch das Ökosystem nicht wirkungsvoll reguliert werden.

Neben den ökologischen Problemen wird auch die Nutzung der Gewässer zur Naherholung, zum Wassersport und zur Energiegewinnung teils erheblich eingeschränkt. Diesen Schwierigkeiten begegnen Kommunen und private Träger mit aufwändigen Räumarbeiten und anschließender Entsorgung der Biomasse, was eine hohe finanzielle Belastung bedeutet.

Die Wasserpflanzen produzieren aber viel Biomasse und haben auch interessante Inhaltsstoffe. Statt sie zu entsorgen, könnten sie deshalb auch ökonomisch und ökologisch sinnvoll genutzt werden, z.B. als Substrat für Biogasanlagen.

Genau darum geht es in AquaMak. Die Forscher wollen zunächst die in Deutschland anfallenden Mengen berechnen und dann die technische Machbarkeit sowie die Kosten und Akzeptanz verschiedener Nutzungspfade bewerten.

Das Projekt „AquaMak“ wird über das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Bundestages aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds (EKF)“ gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Weitere Informationen:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Zehnsdorf
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum
Telefon: 0341-235-1850
http://www.ufz.de/index.php?de=18972

oder über
Tilo Arnhold, Susanne Hufe (UFZ-Pressestelle)
Telefon: 0341-235-1635, -1630
http://www.ufz.de/index.php?de=640

Weitere Informationen:

http://www.ufz.de/index.php?de=33216

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