Umweltentlastung durch nachhaltige Weinproduktion

Ein moderner Weinkeller ist Grundlage für Qualität. FH Archiv <br>

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert ein Projekt des Instituts für Umweltstudien und angewandte Forschung (IESAR) der FH Bingen. Das Institut wird in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit zahlreichen Winzerbetrieben Möglichkeiten zur Entlastung der Umwelt beim Weinanbau untersuchen und Hilfestellung für Nachhaltigkeitsbemühungen der Betriebe entwickeln.

„Im Rahmen von Untersuchungen des produktbezogenen Kohlendioxid-Fußabdrucks von Wein haben wir festgestellt, dass das Thema Nachhaltigkeit für viele Weinbaubetriebe interessant ist. Sie wollen sich verstärkt in Richtung einer nachhaltigen Weinproduktion und Unternehmensführung ausrichten, auch, weil die Kunden darauf immer größeren Wert legen“, erläutert Institutsleiter Prof. Dr. Gerhard Roller den Hintergrund.

Vielfach fehlen jedoch noch praktisch anwendbare Kriterien zur Erfassung und Bewertung der Umweltwirkungen und der Umweltleistungen der Betriebe. Deshalb sollen im Rahmen des Projekts konkrete Umweltentlastungspotenziale in Weinbaubetrieben ermittelt und dargestellt werden.

„Wir werden Kriterien zur Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeitsaspekte entwickeln und die Bemühungen der Unternehmen in Richtung einer nachhaltigen Unternehmens¬führung unterstützen. Die Winzer können dann anhand der erarbeiteten Kriterien ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nach außen darstellen und für die Kundenkommunikation nutzen“, sagt Gerhard Roller zu den Zielen des Vorhabens.

In das Projekt sind 16 unterschiedlich wirtschaftende Weinbaubetriebe aus verschiedenen Weinbaugebieten eingebunden, die Interesse an dem Vorhaben bekundet haben. Fachliche Unterstützung mit Multiplikatorenwirkung für die Projektergebnisse leistet das Dienstleistungs¬zentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe Hunsrück (DLR, Bad Kreuznach und Oppenheim). Eingebunden in das Projekt sind ebenfalls die Hochschule Geisenheim, der Weincampus Neustadt sowie die Fachzeitschrift ‘Das Deutsche Weinmagazin‘.

Ein Workshop am Donnerstag, den 27. Februar 2014 an der Fachhochschule Bingen informiert über den Umfang und den Ablauf des Projekts. Interessierte Winzerinnen und Winzer können sich an das Institut IESAR der FH Bingen (iesar@fh-bingen) wenden.

Informationen:
Institut für Umweltstudien und angewandte Forschung
Prof. Dr. Gerhard Roller
Berlinstr. 109, 55411 Bingen
Tel.: 06721 40 98 10 /-14 (Desiree Palmes, Ludger Nuphaus)
iesar@fh-bingen.de

Media Contact

Vera Hamm idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften

Weltweite, wissenschaftliche Einrichtungen forschen intensiv für eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Themen: Bioenergie, Treibhausgasreduktion, Renaturierung und Landnutzungswandel, Tropenwälder, Klimaschäden, Waldsterben, Ernährungssicherung, neue Züchtungstechnologien und Anbausysteme, Bioökonomie, Wasserressourcen und Wasserwiederverwendung, Artenvielfalt, Pflanzenschutz, Herbizide und Pflanzenschädlinge, digitale Land- und Forstwirtschaft, Gentechnik, tiergerechte Haltungssysteme und ressourcenschonende Landwirtschaft.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Theoretische Physik: Modellierung zeigt, welche Quantensysteme sich für Quantensimulationen eignen

Eine gemeinsame Forschungsgruppe um Prof. Jens Eisert von der Freien Universität Berlin und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat einen Weg aufgezeigt, um die quantenphysikalischen Eigenschaften komplexer Festkörpersysteme zu simulieren. Und…

Rotation eines Moleküls als „innere Uhr“

Mit einer neuen Methode haben Physiker des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik die ultraschnelle Fragmentation von Wasserstoffmolekülen in intensiven Laserfeldern detailliert untersucht. Dabei nutzten sie die durch einen Laserpuls angestoßene Rotation…

Auf dem Weg zur fischfreundlichen Wasserkraft

In dem europaweiten Projekt „FIThydro“ unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) haben Forscherinnen und Forscher in Zusammenarbeit mit Industriepartnern bestehende Wasserkraftwerke untersucht. Diese Ergebnisse nutzten sie, um neue Methoden…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close