LOEWE-Projekt soll bei Lösung von weltweiten Wasserproblemen helfen

Eine neue Kooperation der Universitäten Gießen und Düsseldorf mit dem Frankfurter Startup-Unternehmen Geohumus International GmbH soll helfen, die Wasserprobleme der Erde zu lösen.

Dabei geht es um die Untersuchung des Bodenhilfsstoffs „Geohumus“, der in Böden mehr Wasser speichert und sie so fruchtbarer macht. Das Forschungsprojekt, das seit einigen Tagen läuft, verfügt über ein Gesamtfördervolumen von 746.000,- Euro und wird aus der Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) anteilig finanziert.

Die hessische Landesregierung fördert mit der landesweiten Exzellenzinitiative solche Kooperationen kleiner und mittlerer Unternehmen mit Hochschulen.

Der Stoff „Geohumus“ des gleichnamigen Unternehmens ist von seinen Grundsubstanzen her eigentlich bekannt. Es handelt sich um ein Granulat aus Superabsorbern und Gesteinsmehlen. Superabsorber, die in der Hygieneindustrie bereits seit langem im Einsatz sind, vermögen sehr hohe Wassermengen anzulagern. Mit Geohumus angereicherte Böden speichern somit sehr viel Wasser, verlieren weniger Wasser durch Versickerung und stellen dieses Wasser den Pflanzen zur Verfügung. Die Entwicklung des Produkts wurde von Anfang an vom Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Frede fachlich betreut. Die Arbeiten der Firma Geohumus sind mehrfach ausgezeichnet worden – unter anderem mit dem Deutschen Gründerpreis.

Eine für die Praxis relevante Frage ist, ob die in den Boden eingebrachten Superabsorber auch vollständig abgebaut werden oder ob sich Rückstände anreichern können – theoretisch zerfällt der aus Polymeren hergestellte Stoff beim Abbau in Wasser und Kohlendioxid. Dieser Frage wird in dem neuen Forschungsprojekt nachgegangen, das seit wenigen Tagen an der Universität Gießen in Kooperation mit der Firma Geohumus und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf läuft. Projektziel ist nicht nur der Nachweis der Abbaubarkeit von „Geohumus“, sondern darüber hinaus die Entwicklung eines technologisch sehr ausgefeilten, aber kostengünstigen Standardnachweisverfahrens von Superabsorbern und vergleichbaren Materialien.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Georg Frede
Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement
Heinrich-Buff-Ring 26, 35392 Gießen
Telefon: 0641-99 37380
E-Mail: hans-georg.frede@umwelt.uni-giessen.de

Media Contact

Caroline Link idw

Weitere Informationen:

http://www.geohumus.com/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften

Weltweite, wissenschaftliche Einrichtungen forschen intensiv für eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Themen: Bioenergie, Treibhausgasreduktion, Renaturierung und Landnutzungswandel, Tropenwälder, Klimaschäden, Waldsterben, Ernährungssicherung, neue Züchtungstechnologien und Anbausysteme, Bioökonomie, Wasserressourcen und Wasserwiederverwendung, Artenvielfalt, Pflanzenschutz, Herbizide und Pflanzenschädlinge, digitale Land- und Forstwirtschaft, Gentechnik, tiergerechte Haltungssysteme und ressourcenschonende Landwirtschaft.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Entwicklung von High-Tech Tech-Schattenmasken für höchsteffiziente Si-Solarzellen

Das Technologieunternehmen LPKF Laser & Electronics AG und das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) haben einen Kooperationsvertrag vereinbart: Gemeinsam werden sie Schattenmasken aus Glas von LPKF zur kostengünstigen Herstellung hocheffizienter…

Hitzewellen in den Ozeanen sind menschgemacht

Hitzewellen in den Weltmeeren sind durch den menschlichen Einfluss über 20 Mal häufiger geworden. Das können Forschende des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern nun belegen. Marine Hitzewellen zerstören Ökosysteme…

Was Fadenwürmer über das Immunsystem lehren

CAU-Forschungsteam sammelt am Beispiel von Fadenwürmern neue Erkenntnisse über die Regulation der angeborenen Immunantwort. Alle höheren Lebewesen verfügen über ein Immunsystem, das als biologischer Abwehrmechanismus den Körper vor Krankheitserregern und…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close