Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue pilzresistente Rebsorten

Aus dem Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) kommen vier neue Rebsorten, die sich durch eine weitgehende Resistenz gegenüber Pilzkrankheiten auszeichnen – die Sorten Felicia und Villaris (weiß) sowie Reberger und Calandro (rot).

Alle vier Sorten sind seit Mitte der achtziger Jahre durch Kreuzung der am Institut entwickelten pilzresistenten Rebsorten Regent und Sirius mit den Handelssorten Lemberger oder Domina oder mit französischen Rebsorten entstanden. Die neuen Weine liefern interessante, eigenständige Weine im oberen Qualitätsbereich. Die Mostgewichte im Jahr 2004 waren viel versprechend. Aufgrund der vorliegenden Erfahrungen mit der pilzresistenten Rotweinsorte Regent ist beim Anbau der neuen Sorten mit einer Einsparung des Pflanzenschutzaufwandes um 60 bis 80 Prozent zu rechnen, bei der Sorte Villaris kann sogar in günstigen Fällen auf eine Fungizidbehandlung ganz verzichtet werden. Das bedeutet eine erhebliche Entlastung.

Auch wissenschaftlich gesehen ist diese Sortenzüchtung ein Erfolg. An der Kreuzung der Sorten Regent und Lemberger, aus der die neue Sorte Reberger entstanden ist, hat das Institut beispielhaft die Beziehung von molekularen Markern mit resistenzbestimmenden Genen nachgewiesen. Mit dieser so genannten Marker-gestützten Selektion kann das Institut künftig Resistenzquellen effizienter erkennen und nutzen, um zu einer breit angelegten Resistenz in Rebsorten zu gelangen.



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