Medizintechnik vertraut auf den Werkstoff Kunststoff
Mit einem Anteil von knapp 50 Prozent dominiert der Werkstoff Kunststoff immer stärker die Medizintechnik. Nicht nur Einwegartikel wie Hygiene-Zubehör oder Spritzen und Katheter werden zunehmend aus polymeren und biopolymeren Stoffen hergestellt, sondern auch Röntgen-Ausstattungen, Diagnosesysteme und chirurgische Instrumente.
Das IIR-Seminar „Biokompatible Kunststoffe für medizintechnische Anwendungen“ (22. und 23. September 2008, Kronberg im Taunus und 5. und 6. November 2008, Köln) greift die gesetzlichen und spezifischen Anforderungen an medizinisch einsetzbare Kunststoffe auf und führt in die unterschiedlichen Verarbeitungsmöglichkeiten ein. Die Auswirkungen des im Juni 2007 geänderten Medizinproduktegesetzes auf die Zulassung neuer Materialen sowie die behördlichen Vorgaben für die Vermarktung medizintechnischer Produkte im Ausland werden ebenso vorgestellt wie Risikobewertungen und Biokompatibilitätsprüfungen gemäß ISO 10993.
Unter der Leitung des Medical-Engineering-Experten Prof. Dr.-Ing. Johannes Ebberink (Fachhochschule Furtwangen) werden die chemischen Grundvoraussetzungen für eine medizinische Eignung ebenso erläutert wie zu berücksichtigende Eigenschaften und die Wirtschaftlichkeit. Die Belastungen, denen medizintechnische Materialien während ihrer Lebensdauer ausgesetzt sind, zeigt schon die Tatsache, dass Blut so korrosiv wie Meerwasser ist. Wie in der Praxis mit den Belastungen der Werkstoffe umgegangen werden kann, beschreibt das Seminar ebenso wie die Nutzung hochleistungsfähiger Kunststoffe, die Produktoptimierung durch Oberflächenmodifikation und Beschichtung sowie Anforderungen an Kunststoffe durch Reinigung- Desinfektions- und Sterilisationsprozesse.
Das vollständige Programm im Internet:
www.konferenz.de/pr-kunststoffe08
IIR Deutschland GmbH
Dr. phil. Nadja Thomas
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