Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Region Hannover steht vor großen Herausforderungen im Fachkräftewettbewerb der Verdichtungsräume

22.12.2008
Die derzeit nachwachsenden Jahrgänge sind schon heute zu schwach besetzt, um den bis Ende des kommenden Jahrzehnts und erst recht in den Folgejahren anstehenden Ersatzbedarf an qualifizierten Fachkräften befriedigen zu können.

Die tendenziell weitere Steigerung der Qualifikationsnachfrage ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des NIW in Kooperation mit der Nord/LB und dem Zentrum für Sozialforschung an der Martin-Luther-Universität Halle (zsh) zur Entwicklung der Fachkräftesituation in der Region Hannover im demographischen Wandel bis 2020.

Die demographische Entwicklung führt in Deutschland in längerfristiger Sicht zu einer Verknappung des Arbeitskräfteangebots bei gleichzeitig deutlich steigende Alterung der Beschäftigten. Einerseits steht immer weniger Nachwuchs für immer mehr altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidende Kräfte zur Verfügung, andererseits verlangt der fortschreitende Strukturwandel zur Dienstleistungs- und Wissenswirtschaft zunehmend hochqualifiziertes Personal.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, muss es einerseits gelingen, die schulische Vorbildung der nachwachsenden Jahrgänge zu verbessern, andererseits müssen die Unternehmen ihre Aus- und Weiterbildungsanstrengungen steigern und frühzeitig an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.

Um hierfür gewappnet zu sein, hat die Region Hannover eine breit angelegte Studie in Auftrag gegeben, die hierfür empirische Grundlagen und Lösungsansätze entwickeln soll. Im ersten Schritt (Teil I der Studie) wurde in maßgeblicher Verantwortung des NIW auf Grundlage von statistischen Auswertungen, Projektionen und Expertengesprächen eine nach Wirtschaftszweigen und Qualifikationen differenzierte empirische Analyse der aktuellen und zukünftigen Entwicklung von Arbeitsnachfrage und -angebot in der Region Hannover erarbeitet.

Dabei wird deutlich, dass die derzeit nachwachsenden Jahrgänge schon heute zu schwach besetzt sind, um den bis Ende des kommenden Jahrzehnts und erst recht in den Folgejahren anstehenden Ersatzbedarf an (insbesondere hoch-)qualifizierten Kräften befriedigen zu können. Die tendenziell weitere Steigerung der Qualifikationsnachfrage ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Zwar profitieren die hier ansässigen Unternehmen von der Position der Region als bedeutender Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort innerhalb Niedersachsens.

Im zunehmenden überregionalen Standortwettbewerb der Verdichtungsräume jedoch sind die Voraussetzungen der Region zur Sicherung ihres Fachkräftebedarfs durchaus kritisch zu beurteilen. Hiervon dürften kleine und mittlere Unternehmen in der Region, die bisher kaum vorausschauende Personalentwicklung betreiben, besonders betroffen sein.

Teil I der Studie "Fachkräftemangel und demographischer Wandel bis 2020, Teil I: Empirische Basisanalysen, Projektionen und Expertengespräche" steht jetzt auf der Homepage des NIW als Download bereit.

Ansprechpartner im NIW: Dr. Birgit Gehrke, Prof. Dr. Hans-Ulrich Jung

Olaf Krawczyk | idw
Weitere Informationen:
http://www.niw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind
27.04.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie