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Neue Ergebnisse aus internationalem WIFU-Forschungsprojekt veröffentlicht

11.02.2016

Umfangreiches Projekt analysiert generationsübergreifende Entrepreneurship-Praktiken von Familienunternehmen

Familienunternehmen sind weltweit die meist verbreitetste und langlebigste Unternehmensform. Von besonderem Interesse für die Forschung ist die Frage danach, wie diese ihr unternehmerisches Wissen und ihre unternehmerischen Fähigkeiten weitergeben, um über viele Generationen hinweg ein stetiges Wachstum zu sichern. Das internationale Forschungsprojekt „STEP“ (Successful Transgenerational Entrepreneurship Practices) geht eben dieser Frage nach.


Prof. Dr. Andrea Calabrò

Das STEP-Projekt ist eine globale Forschungsinitiative, die unternehmerische Prozesse in Familienunternehmen und Unternehmerfamilien untersucht. Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) gehört zu den Forschungspionieren in diesem Bereich und rief das Projekt 2005 zusammen mit sieben internationalen Partnern ins Leben. Zu den Gründungspartnern gehören die ESADE Business School (Spanien), die HEC Paris (Frankreich), die Jönköping International Business School (Schweden), die Bocconi Universität (Italien), die Universität St. Gallen (Schweiz) sowie das Babson College (USA). Mittlerweile sind 43 Forschungsinstitutionen in Europa, Nord- und Lateinamerika, Asien und Afrika an dem Großprojekt beteiligt. Seit Projektbeginn wurden 120 Fallstudien durchgeführt, 16 Konferenzen organisiert, eine eigene Publikationsreihe über generationsübergreifendes Unternehmertum herausgegeben sowie zahlreiche Forschungsresultate auf führenden Konferenzen und in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Von September 2013 bis Februar 2015 wurde von allen beteiligten Universitäten gleichzeitig eine globale Befragung durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Calabrò, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Familienunternehmertum, hat das WIFU diese Befragung für Deutschland koordiniert. Die Umfrage sammelt Meinungen und Standpunkte von Familienunternehmern und bietet quantitative Daten darüber, wie Familienunternehmen erfolgreich unternehmerische Praktiken umsetzen. Der erste Bericht, der nun erschienen ist, stellt zahlreiche Informationen über die befragen Unternehmen zur Verfügung. Hierzu gehören unter anderem: Größe, Alter, Industriezweig, Anzahl der Generationen, Zusammensetzung von Aufsichts- und Kontrollgremien sowie Managementpraktiken.

„Alle beteiligten Universitäten haben enormen Aufwand und große Mühe in die Koordination der Befragung investiert, um die Auswirkungen von unternehmerischen Fähigkeiten und Ressourcen auf die Leistung und Langlebigkeit von Familienunternehmen zu untersuchen“, so Prof. Calabrò. „Über 1.000 Entscheidungsträger von Familienunternehmen, die wenigstens in der zweiten Generation geführt werden, haben an der Umfrage teilgenommen. Das ist eine unglaubliche Leistung! Mein Dank geht an die deutschen Familienunternehmer, die wertvolle Daten für das Projekt geliefert haben.“

Der Ergebnisbericht kann über folgenden Link runtergeladen werden: http://digitalknowledge.babson.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1013&context=...

Weitere Informationen erhalten Sie von Jessika Koentjoro (jessika.koentjoro@uni-wh.de, +49 (0) 2302 / 926-515).

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.200 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten Herdecke ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche – Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und Rechtswissenschaften – bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Seit 2004 ermöglichen die Institutsträger, ein exklusiver Kreis von 75 Familienunternehmen, dass das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren kann. Mit aktuell 19 Professoren leistet das WIFU mittlerweile seit über fünfzehn Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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