Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW Bankengruppe erwartet konjunkturelle Wachstumspause

08.09.2008
KfW erwartet Wirtschaftswachstum von 1,8% für 2008, 0,6% für 2009 Belastungsfaktoren zeigen Wirkung
Konjunkturelle Erholung erst ab Mitte 2009 erwartet

Die sich abzeichnende Konjunkturschwäche in Deutschland wird nach Einschätzung der KfW Bankengruppe noch ca. 1 Jahr andauern. Erst ab Mitte des kommenden Jahres rechnen die Volkswirte der KfW mit einer Erholung - unter der Voraussetzung, dass keine weiteren Belastungen eintreten. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten KfW Investbarometer hervor.

Nachdem die deutsche Volkswirtschaft dank ihrer Wettbewerbsfähigkeit lange Zeit den Abwärtstendenzen widerstehen konnte, zeigen die vielfältigen Belastungsfaktoren nun auch hierzulande Wirkung. Der immer noch hohe Eurokurs, die stark gestiegenen Rohstoff - und Energiepreise, die Turbulenzen an den Finanzmärkten sowie die Schwierigkeiten wichtiger Handelspartner ergeben eine Mischung, die die wesentlichen Nachfragekomponenten - Konsum, Investitionen und Außenbeitrag - deutlich schwächt. Für das Jahr 2008 rechnen die Volkswirte der KfW mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8%.

Die genannten Belastungsfaktoren werden voraussichtlich bis Mitte
2009 anhalten. Ab dem zweiten Halbjahr 2009 sollte sich die konjunkturelle Lage jedoch aufhellen und das Wachstum sich wieder seinem Trend annähern. Aufgrund der guten Wettbewerbsposition Deutschlands sollte sich ein Wiedererstarken der Weltwirtschaft unmittelbar positiv auf den Außenbeitrag auswirken.

Voraussetzung für das Eintreten dieses Szenarios ist, dass die Finanzmarktkrise in den USA ihren Tiefstpunkt durchschritten hat. Ferner ist ein Rückgang der Zinsschere zwischen dem Euroraum und den USA unterstellt, was einem weiteren Euroanstieg entgegenwirken und den Export kräftigen sollte.

Auch sind Steigerungen der realen Kaufkraft durch Lohnsteigerungen in Verbindung mit einer gesunkenen Inflationsrate wahrscheinlich, was die Konsumnachfrage beleben würde. Unter diesen Voraussetzungen erwartet die KfW für das Jahr 2009 ein Wirtschaftswachstum von 0,6%.

"Die global wirksamen Belastungen schlagen nun auch auf die deutsche Wirtschaft durch. Neben der hartnäckigen Konsumschwäche trifft die aktuelle Schwäche wichtiger europäischer Handelspartner die deutschen Unternehmen. Die trüben Absatzerwartungen werden den Investitionsboom beenden und eine Phase der Stagnation einleiten, die erst in der zweiten Hälfte 2009 beendet werden kann, wenn die Finanzmarktkrise nicht noch negative Überraschungen bereit hält", so die Analyse des Chefvolkswirtes der KfW Bankengruppe, Dr. Norbert Irsch.

Hinweis: Der aktuelle KfW Investbarometer ist unter www.kfw.de unter dem Navigationspunkt Research / KfW Indikatoren abrufbar.

Wolfram Schweickhardt | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise