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FAU-Wissenschaftler untersuchen Einsatzmöglichkeiten von Smartphones & Co

10.06.2011
E-Mails checken, navigieren oder aktuelle Nachrichten herunterladen – Funktionen und mobile Applikationen wie diese verwenden Besitzer von Smartphones nahezu täglich.

Ob und wie sich auch Unternehmen die mobilen High-Tech-Geräte und Anwendungen zunutze machen können, haben Wissenschaftler des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammen mit zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft analysiert. Jetzt haben sie das Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen.

Drei Jahre lang entwickelten sie im Rahmen des Projekts 2nd Tech-Cycle Ideen, in welchen Geschäftsbereichen und bei welchen Prozessen Unternehmen solche „mobilen Lösungen“ einsetzen und davon profitieren können.

Die Gesundheits-, die Bildungs- und die Medienbranche standen besonders im Fokus der Untersuchungen. Im Rahmen des Projekts planten die FAU-Wissenschaftler für alle drei Bereiche die jeweils erforderliche IT-Systemlandschaft, legten ein Design fest und führten es bei den Partnern aus der Industrie zu Testzwecken ein.

Eines der Teilprojekte befasst sich zum Beispiel mit den Nutzungsmöglichkeiten von mobilen Applikationen für Verlage. Im konkreten Fall wurden vier Autoren eines Verlags für Reiseführer und -literatur mit Smartphones ausgestattet. Die Funktionen des Smartphones, wie GPS-Navigation, nutzten die Autoren, um während ihrer Auslandsreisen neue Inhalte für Reiseführer zu generieren. Außerdem konnten sie via Smartphone auf die Datenbanken des Verlags zurückgreifen und sich mit anderen Autoren und Verlagsmitarbeitern vernetzen. Durch die verbesserte Kommunikation und Interaktion fühlten sich die Angestellten besser über übergreifende Themen informiert und in die Prozesse integriert. Dadurch stieg zum einen die Zufriedenheit und Motivation, zum anderen ermöglichte es eine bessere Verteilung des Wissens sowie effizienteres Arbeiten.

Ziel von „2nd Tech-Cycle“ war, insbesondere kleinen und mittelständischen Organisationen zur Steigerung ihres Innovationspotenzials zu verhelfen. Im Vergleich zu Großunternehmen verfügen diese Organisationen aufgrund des steigenden Kostendrucks nicht über die finanziellen und personellen Ressourcen, die es ihnen ermöglichen würden, das Potenzial von Hightech-Geräten zu erkennen und zielgerichtet einzusetzen. Zudem fehlt das Wissen, wie unterschiedliche Hightech-Produkte genutzt werden können.

Insgesamt sechs Lehrstühle der FAU waren an „2nd Tech-Cycle“ beteiligt. Die Gesamtleitung des Projekts oblag Prof. Dr. Michael Amberg, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsinformatik 3 und Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Die Wissenschaftler haben alle Ergebnisse des Projekts „2nd Tech-Cycle“ in dem Buch „Innovation durch Smartphone & Co – Die neuen Geschäftspotenziale mobiler Endgeräte“ zusammengefasst und veröffentlicht.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.symposion.de/?cmsinfo/0002790

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 29.000 Studierenden, 590 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel „familiengerechte Hochschule“.

Weitere Informationen für die Medien:

Sebastian Kammerer
Tel.: 0911/5302-900
sebastian.kammerer@wiso.uni-erlangen.de

Dr. Pascale Anja Dannenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

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