Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Markt sieht in TARGET2-Securities eine Chance, laut Clearstream-Konferenz

28.06.2013
Deutscher Markt liegt bei den Vorbereitungen auf T2S sehr gut im Zeitplan /Deutsche Marktteilnehmer begrüßen T2S-Preistransparenz und wünschen sich „mehr Details“ /Mehr als 130 Vertreter der deutschen Finanzbranche nehmen an Clearstreams T2S-Konferenz in Frankfurt teil

Umfrageergebnisse bei einer Clearstream-Konferenz zu TARGET2-Securities (T2S) in Frankfurt haben ergeben, dass der deutsche Markt der zukünftigen pan-Europäischen Abwicklungsplattform der Europäischen Zentralbank (EZB) optimistisch entgegensieht.

56,6 Prozent der mehr als 130 Teilnehmer – Vertreter von Banken- und Finanzdienstleistern und Experten der Wertpapierabwicklung aus dem deutschen Markt – sehen in T2S „eine Chance und ganz neue Geschäftsmöglichkeiten“; 23,2 Prozent der Teilnehmer sehen in T2S „weder Vor- noch Nachteile“; lediglich jeder fünfte Teilnehmer (20,2 Prozent) sieht in T2S „ein Risiko, das den Druck auf den Markt erhöht“. Bei allen Umfragen konnten die Teilnehmer nur eine Antwort wählen.

Der Erfolg von TARGET2-Securities wird unter anderem maßgeblich vom Fortschritt der Vorbereitungen der teilnehmenden Zentralverwahrer als auch von deren Kunden bis zum Starttermin von T2S im Jahr 2015 abhängen. Mehr als 79,6 Prozent der Teilnehmer sehen sich einer weiteren Umfrage zufolge beim T2S-Fortschritt gut im Zeitplan: 55,9 Prozent antworteten, dass ihr Fortschritt bei den Vorbereitungen „im Plan“ sei; 23,7 Prozent der Teilnehmer sagten, dass die Vorbereitungen „in Verzug, aber unter Kontrolle“ seien. Nur eine kleine Zahl der Teilnehmer sagte aus, dass ein rechtzeitiger Abschluss der Vorbereitungen „fraglich“ sei (4,3 Prozent). Immerhin 16,1 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre Vorbereitungen auf T2S hätten noch nicht begonnen.

Stefan Lepp, Vorstandsvorsitzender des deutschen Zentralverwahrers Clearstream Banking AG, sagte: „TARGET2-Securities ist sowohl für das Eurosystem, als auch für die Marktteilnehmer in ganz Europa mit Investitionen im hohen dreistelligen Euro-Millionenbereich verbunden. Unser gemeinsames Interesse muss sein, dass die zahlreichen Vorteile, die T2S bringen kann, tatsächlich Realität werden. Die Vorbereitungen auf T2S können nicht länger warten. Unsere Konferenz hat gezeigt, dass der deutsche Markt T2S als Chance begreift. Als größter Zentralverwahrer in Europa sehen wir uns in der Verantwortung, dem Markt – über Deutschland hinaus – weiterhin die richtigen Angebote für eine Welt mit T2S zu präsentieren.“

Eine zentrale Frage, die den Markt derzeit beschäftigt, sind die mit T2S verbundenen Kosten. Hierzu zählen sowohl dieAdaptionskosten als auch die tatsächlichen Abwicklungsgebühren, wenn T2S in Betrieb geht. In einer weiteren Umfrage sagten 23,6 Prozent der deutschen Marktteilnehmer aus, dass sie in Sachen T2S-Preisgestaltung „bestens informiert“ seien. 51,7 Prozent der Teilnehmer wünschen sich trotz guten Überblicks „mehr Details“ und 24,7 Prozent sagten, ihr Informationstand liege „unter den Erwartungen“. Als bislang einziger Zentralverwahrer, der an T2S teilnehmen wird, hat Clearstream ein Preismodell für T2S veröffentlicht und sich festgelegt, die Abwicklungsgebühren der EZB ohne eigene Marge an seine Kunden weiterzureichen.

Über 130 Vertreter aus der deutschen Banken- und Finanzbranche und Experten aus der Wertpapierabwicklung nahmen am 26. Juni 2013 an der Clearstream-Konferenz zu TARGET2-Securities in Frankfurt teil. Die Veranstaltung ist Teil der „Shaping the Future“-Roadshow, die Clearstream neben Frankfurt an den Standorten Brüssel, Dublin, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Paris, Wien und Zürich anbietet. Ziel der Veranstaltungsreihe ist, Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen zu informieren und im direkten Austausch mit dem Markt das Leistungsspektrum von Clearstream anzupassen.

Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (International Central Securities Depository, ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream die Nachhandelsinfrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 53 Inlandsmärkten weltweit bereit. Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden die Kundenbasis des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von 11,7 Billionen Euro ist Clearstream einer der weltweit größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere. Als Zentralverwahrer (Central Securities Depository, CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream außerdem die Nachhandelsinfrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit und bietet dabei Zugang zu einer wachsenden Zahl an europäischen Märkten.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.clearstream.com
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie