Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jährlich über 1 Mio. Tonnen CO2 dauerhaft reduziert - mehr als 220.000 Arbeitsplätze gesichert

24.10.2007
KfW Förderbank und Bundesministerium für Verkehr Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) evaluieren die Fördereffekte der KfW-Programme im Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren"

Investitionen in Höhe von 12 Mrd. EUR angestoßen. Großer Modernisierungsfortschritt im Gebäudebereich

Die KfW Förderbank und das Bundesministerium für Verkehr Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) haben die Fördereffekte der im Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" zusammengefassten KfW-Programme CO2-Gebäudesanierung, Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS-Variante) und Ökologisch Bauen im Rahmen zweier Studien durch ein Wissenschaftskonsortium unter Leitung des Bremer Energie Institut (BEI) sowie durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik umfassend evaluieren lassen. Alleine die in 2006 finanzierten Investitionen bewirken eine dauerhafte Reduzierung des CO2-Ausstosses von jährlich über 1 Mio. Tonnen. Bis zum Ende der Kyoto-Handelsperiode im Jahr 2012 werden sich die CO2-Minderungseffekte der in 2006 geförderten Sanierungsvorhaben auf über 6 Mio. Tonnen kumulieren. Mit den in jedem weiteren Förderjahrgang angestoßenen Investitionen erhöht sich diese CO2-Reduktion entsprechend zusätzlich. Die unveränderte Fortführung des Programmpakets kann somit einen wesentlichen Beitrag zu dem in Meseberg beschlossenen integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung leisten und ist letztlich ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Klimaschutzanstrengungen, um die internationalen Verpflichtungen einhalten zu können. Als weiteres Ergebnis verweist die Studie auf mehr als 220.000 Arbeitsplätze, die im Jahr 2006 aufgrund der geförderten Investitionen im Rahmen des Programmpaktes insbesondere in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland gesichert wurden.

"Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass mit den Programmen aus dem Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" eine dreifache Rendite verbunden ist: Erstens wird der Ausstoß schädlicher Treibhausgase deutlich vermindert: Das schützt das Klima! Zweitens wird der Verbrauch teurer fossiler Brennstoffe wie Öl und Erdgas reduziert: Das reduziert wiederum die Energiekosten der Haushalte und macht Deutschland unabhängiger von sich stetig verteuernden Öl- und Gasimporten. Drittens regen die Sanierungsmaßnahmen die heimische Nachfrage an: Das schafft neue Arbeitsplätze speziell im mittelständisch geprägten Handwerk", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Programme aus dem Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" für die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung wurde bereits in Meseberg eine Verlängerung der Förderung bis einschließlich 2011 beschlossen. Diese Verstetigung der Förderung ist auch ein wichtiges Signal für die Baubranche und Baustoffindustrie.

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist zentraler Baustein zur Beschleunigung der energetischen Sanierung des deutschen Wohnungsbestandes. In diesem Programm werden umfassende Maßnahmenpakete zur Senkung des Energieverbrauchs in bestehenden Wohngebäuden finanziell unterstützt. Seit 2007 können Privatpersonen für die umfassende energetische Sanierung ihres Ein- oder Zwei-Familienhauses auch einen Zuschuss beantragen. Im Programm Wohnraum Modernisieren werden dagegen Einzelmaßnahmen und kleinere Maßnahmenpakete zur Energieeinsparung im Wohnungsbestand gefördert.

Das Programm Ökologisch Bauen dient der Förderung besonders energiesparender Neubauten. In den drei Programmen wurden im Jahr 2006 rund 130.000 Darlehen mit einem Fördervolumen in Höhe von nahezu 7 Mrd. EUR vergeben. Damit wurde ein Investitionsvolumen von rund 12 Mrd. EUR angestoßen.

Im Rahmen der KfW-Programme für "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" kommt dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein besonderes Gewicht zu. Bei drei Viertel der Sanierungsvorhaben wurde eine Erneuerung der Heizung vorgenommen. In rund einem Drittel dieser Fälle wurde ein Biomasse-Heizkessel installiert. Auch wurden bei etwa 30 % der Gebäude im Zuge der Modernisierung thermische Solaranlagen eingebaut. Es wird folglich mit dem Programm nicht nur die Energieeffizienz der Gebäude deutlich verbessert sondern auch der Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmesektor weiter vorangetrieben. Die besonders klimaschädlichen Kohleheizungen und Nachtspeicherheizungen wurden bei Modernisierung des Heizungssystems fast vollständig ausgetauscht. Eine Dämmung der Außenwand wurde bei 66 % der Kreditnehmer finanziert.

Im Ergebnis bewirken die in 2006 geförderten Sanierungsmaßnahmen eine Einsparung von über 40 % des jährlichen Energiebedarfs. Im Programm Ökologisch Bauen wurden allein in 2006 rund 52.600 Wohneinheiten in Energiespar- und Passivhäusern mitfinanziert. Dies zeigt, dass auch in dem für Ballungs- und Wachstumsregionen wichtigen Neubau ein nennenswertes Potential zur Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen steckt.

Interessierte können die Studien unter www.kfw-foerderbank.de herunterladen. Weitere Informationen zu Krediten und Zuschüssen für die energetische Gebäudesanierung, die Wohnraummodernisierung sowie Ökologisches Bauen erhalten Sie unter 01801 / 335577 oder im Internet unter www.kfw-foerderbank.de. Der Antrag für einen Kredit wird bei der Hausbank gestellt. Ein Zuschuss für die umfassende Sanierung eines Ein- oder Zwei-Familienhauses wird direkt bei der KfW gestellt.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.kfw-foerderbank.de

Weitere Berichte zu: Energieeffizientes Bauen Energieeffizienz Sanieren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie