Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1. Halbjahr 2007: Deutlich weniger Langzeitarbeitslose als im Vorjahr

25.07.2007
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Bundesagentur für Arbeit und der Deutscher Städtetag ziehen Halbjahresbilanz zum Sozialgesetzbuch II.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2007 lag die Arbeitslosigkeit bei den Langzeitarbeitslosen im Bereich Sozialgesetzbuch II deutlich niedriger als vor einem Jahr. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Deutschen Städtetag erklärte Rudolf Anzinger, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales: "Sogar die Langzeitarbeitslosen profitieren mittlerweile von der guten Wirtschaftslage. Bei den ARGEn und Agenturen mit getrennter Aufgabenwahrnehmung ist ein Rückgang bei der Langzeitarbeitslosigkeit von rund 17 Prozent nachweisbar."

Anzinger betonte: "Integration in den Arbeitsmarkt geht immer vor Transferleistungen. Daher hat die Arbeitsgruppe Arbeitsmarkt zielgruppenspezifische Integrationskonzepte entwickelt". So könnten Arbeitgeber ab dem 1. Oktober 2007 einen so genannten Qualifizierungs- oder Eingliederungszuschuss beantragen. Damit sollen rd. 50.000 junge Menschen erreicht werden, die schon länger als 6 Monate arbeitslos sind. Mit dem Beschäftigungszuschuss für Arbeitgeber, die schwer vermittelbare Bewerber einstellen, sollen weitere 100.000 Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Diese Förderung kann nach einer ersten Förderphase von zwei Jahre auch unbefristet gewährt werden.

Auch Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, begrüßt die neuen Instrumente, denn "sie bringen mehr Qualität in die Beschäftigung schaffenden Maßnahmen." Die größten Erfolge sieht er im Bereich der Jugendlichen. Dies zeige sich nicht nur in steigenden Integrations- und Aktivierungsquoten, sondern auch durch eine verbesserte Förderstruktur und dichter vernetzte Integrationsansätze. Auch Kunden- und Mitarbeiterbefragungen erteilten dem Gesamtsystem SGB II zwischenzeitlich ordentliche Noten.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Dr. Stephan Articus bestätigte die verbesserten Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen:

"Die Leistungsfähigkeit der Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und Arbeitsagenturen hat, wie die Eingliederungsergebnisse zeigen, in den vergangenen Monaten zugenommen. Die Städte sehen die Arbeitsgemeinschaften als lernendes System, das aus den Erfahrungen in der Praxis heraus weiter entwicklungsfähig ist und weiter entwickelt werden muss."

Articus verwies aber auch auf die Zunahme von Erwerbstätigen, die Leistungen des SGB II beantragten: "Das SGB II hat sich mittlerweile zu einem Leistungssystem nicht nur für Langzeitarbeitslose, sondern zunehmend auch für Erwerbstätige entwickelt, die ergänzende Ansprüche vor allem auf Unterkunftsleistungen der Kommunen geltend machen. Fast 10 Prozent aller Arbeitslosengeld II-Empfänger, das sind 530.000 Menschen, erhalten sogar ausschließlich Unterkunftsleistungen. Aus Sicht des Deutschen Städtetages sollte für Geringverdiener wieder das Wohngeld die zentrale Leistung für die Unterkunftskosten werden."

| BMAS
Weitere Informationen:
http://www.bmas.bund.de

Weitere Berichte zu: Bundesagentur Langzeitarbeitsloser SGB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Frühwarninstrument zeigt „grün“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt gering
19.07.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie