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Gesundheitswirtschaft - eine schlafende Wirtschaftsriesin erwacht

06.07.2007
Institut Arbeit und Technik: Impulse für Unternehmensgründungen in einer wachsenden Branche

Die Gesundheitswirtschaft ist mit rund 4,5 Millionen Beschäftigten die inzwischen größte Branche in Deutschland - und sie wird weiter wachsen. Mit aktuellen Trends wie der Alterung der Gesellschaft, medizinischem Fortschritt und zunehmendem Gesundheitsinteresse eröffnet die "schlafende Riesin" Existenzgründern große Zukunftschancen. Das schlägt sich auch im Gründungsgeschehen nieder: "Rund zehn Proizent aller Unternehmensgründungen in Deutschland entfallen inzwischen auf die Gesundheitswirtschaft," schätzt PD Dr. Josef Hilbert, Leiter des Forschungsschwerpunkts Gesundheit und Lebensqualität am Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen. Bis zum Jahr 2020 sind nach IAT-Schätzungen bis zu 800 000 neue Jobs in der Branche möglich.

Das Gründungsgeschen ist vielfältig: von Arztpraxen und Medizintechnik über Pflege und Fitness bis zu haushaltsnahen Diensten reichen die Angebote. Auch das Handwerk ist ein wichtiger Faktor des Gründungsgeschehens etwa in der Orthopäditechnik, Hörgeräteakustik, Optik und Zahntechnik.

Ein besonders bedeutsames Innovations- und Gründungsfeld sind die haushaltsnahen Dienstleistungen. Insbesondere die wachsende Zahl älterer Menschen wird in Zukunft mehr als heute auf Putzdienste, Essen auf Rädern, Kleinstreparaturen oder Ausgehbegleitung angewiesen sein. Noch gibt es allerdings kein "Patentrezept", wie haushaltsnahe Dienste am besten angeboten werden können. In den nächsten Jahren wird viel experimentiert werden, damit sie gut und preiwert werden und trotzdem die dort entstehenden Arbeitsplätze sozial verträglich sind. Weitere Bereiche mit ganz guten Aussichten für Existenzgründungen sind etwa die Medizintechnik, die Ernährungsberatung, Angebote für Alters- und medizinische Wellness oder auch Fitness und Praxismanagement.

"Neue Angebote werden oft von engagierten Frauen etabliert - zumeist mit großem Aufwand, aber leider nicht immer mit gewichtigen Erträgen. Die Gründerinnen sammeln Erfahrungen und zahlen Lehrgeld, die großen Durchbrüche und Gewinne werden später von hochprofessionellen Ketten oder Franchise-Unternehnen erzielt.", so Hilbert.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
PD Dr. Josef Hilbert, Leiter des Forschungsschwerpunkts Gesundheit und Lebensqualität am Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 1707-120, E-Mail hilbert@iat.eu
Institut Arbeit und Technik
der Fachhochschule Gelsenkirchen
Medieninformation
Fon 0209/9596-676, 0209/1707-176
E-Mail:public.relations@fh-gelsenkirchen.de, braczko@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu
http://www.fh-gelsenkirchen.de/medieninformationen/

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