Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zuzug von Hochqualifizierten begünstigt Innovationen

30.05.2007
Einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge sind Regionen, die sich durch Beschäftigte mit vielfältigen kulturellen Hintergründen auszeichnen, erfolgreicher bei der Entwicklung neuer Produkte als andere Gebiete.

Die stärksten Effekte auf das Innovationsgeschehen zeigen sich bei Hochqualifizierten. Die IAB-Arbeitsmarktforscherin Annekatrin Niebuhr sieht deshalb gute Gründe dafür, die Zuwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräften zu erleichtern.

Die Analyseergebnisse deuten darauf hin, dass sich die kulturelle Vielfalt der Arbeitskräfte positiv auf die Innovationsprozesse auswirkt. Die Qualifikation der Beschäftigten spielt dabei eine wichtige Rolle: Die stärksten Effekte kultureller Diversität zeigen sich bei den gut ausgebildeten Beschäftigten.

"Das Wissen und die Fähigkeiten von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund ergänzen sich bei Forschung und Entwicklung", so IAB-Forscherin Niebuhr.

Sie betont, dass "Deutschland wie andere Einwanderungsländer nicht unerheblich von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte profitieren kann". Niebuhr sieht deshalb gute Gründe für eine weitere Erleichterung der Zuwanderung dieser Gruppen.

In ihrer Studie analysiert sie neben dem Einfluss der kulturellen Vielfalt auf Innovationen beispielsweise auch die Forschungsaufwendungen der Unternehmen, die Wirtschaftsstruktur der Regionen, die Betriebsgrößen und die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten.

Erwartungsgemäß hat sowohl die Ausstattung einer Region mit gut ausgebildeten Arbeitskräften als auch die Höhe der Forschungsaufwendungen einen positiven Effekt auf die Innovationen: Regionen, die viele Hochqualifizierte aufweisen und mehr in Forschung und Entwicklung investieren, melden mehr Patente an. Auch die Branchenstruktur wirkt sich auf den Innovationsprozess aus: Im verarbeitenden Gewerbe werden öfter neue Produkte entwickelt als im Dienstleistungssektor.

Der IAB-Kurzbericht im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb1207.pdf.

Wolfgang Braun | idw
Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb1207.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten