Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kräftiger Anstieg bei den offenen Stellen

23.05.2007
Durch die gute Konjunktur ist die Zahl der offenen Stellen kräftig gestiegen. Das zeigt eine Betriebsbefragung, mit der das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) regelmäßig das gesamte Stellenangebot erfasst, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden.

Im Herbst 2006 suchten 20 Prozent aller Betriebe nach Personal. Insgesamt haben sie rund 1,4 Millionen Stellen angeboten, fast 260.000 mehr als im Herbst des Vorjahres. Im Schnitt gab es in diesen Betrieben 3,4 offene Stellen.

Für das Jahr 2007 zeichnet sich den Betrieben zufolge eine insgesamt günstige Beschäftigungsentwicklung ab: Der Saldo zwischen den voraussichtlichen Zu- und Abnahmen an Arbeitsplätzen ist erstmals seit dem Jahr 2001 wieder deutlich positiv. 30 Prozent der Betriebe rechneten im Herbst 2006 mit einer Zunahme in den kommenden 12 Monaten, 17 Prozent mit einem Rückgang. Die Hälfte erwartete keine Veränderung.

Durch die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften kommt es in einigen Bereichen der Wirtschaft zu ersten Problemen bei der Stellenbesetzung. Offene Stellen könnten nicht mehr so schnell besetzt werden wie in den Vorjahren, so die IAB-Studie.

Nach wie vor spiele aber für die meisten Betriebe das Thema Arbeitskräftemangel nur eine geringe Rolle. Das mit Abstand größte Hemmnis für mehr Beschäftigung und Wachstum seien immer noch fehlende Aufträge.

Ostdeutschland holt auf

Die Arbeitskräftenachfrage hat sowohl in West- als auch in Ostdeutschland zugelegt. Zwar suchten in den neuen Bundesländern nach wie vor weniger Betriebe nach Personal als in den alten Bundesländern, aber ihr Anteil ist binnen Jahresfrist sprunghaft von 9 auf 16 Prozent gestiegen. Die Zahl der offenen Stellen hat in Ost und West jeweils um 130.000 zugenommen. Für Ostdeutschland bedeutet dies nahezu eine Verdoppelung im Vergleich zu 2005.

Bundesagentur für Arbeit kennt 59 Prozent des Stellenangebots

Der Anteil der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Stellen, die sogenannte Meldequote, stieg um 6 Prozentpunkte auf nunmehr 44 Prozent. Einschließlich der Stellen aus ihren internetbasierten Diensten kennt die Bundesagentur für Arbeit damit 59 Prozent des gesamten Stellenangebots.

Die IAB-Studie kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb1107.pdf abgerufen werden.

Wolfgang Braun | idw
Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb1107.pdf

Weitere Berichte zu: Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB-Studie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Hohes Niveau, aber leichter Rückgang
28.06.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index setzt Anstieg fort
22.06.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive