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Dienstleister der Informationsgesellschaft - Unternehmen investieren stärker in IKT und lagern IT-Leistungen aus

16.04.2007
Mehr als ein Drittel der Dienstleister der Informationsgesellschaft hat seine Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den vergangenen zwölf Monaten erhöht. Etwa 35 Prozent der Unternehmen rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien.

Zudem hat knapp ein Fünftel der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Dabei spielen vor allem die westdeutschen Unternehmen des Wirtschaftszweigs eine Vorreiterrolle. Etwa 20 Prozent dieser Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen ausgelagert, gegenüber etwa 5 Prozent der ostdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft.

Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im März 2007 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Vor allem die Unternehmen der Telekommunikationsdienstleistungsbranche haben ihre IKT-Ausgaben in den vergangenen zwölf Monaten gesteigert. Etwa 83 Prozent der Telekommunikationsdienstleister rechnen zudem mit einem Anstieg ihrer Ausgaben für IKT in den kommenden zwölf Monaten. Die Unternehmen der Werbebranche haben in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls deutlich mehr in IKT investiert; etwa zwei Drittel der Werbeunternehmen berichten von gestiegenen IKT-Ausgaben. Allerdings planen diese Unternehmen für die kommenden zwölf Monate nicht, ihre IKT-Ausgaben weiter zu erhöhen. Etwa 70 Prozent der Unternehmen der Werbebranche gehen von gleich bleibenden Ausgaben aus. Die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hingegen haben ihre IKT-Ausgaben in den vergangenen zwölf Monaten kaum erhöht und rechnen auch für die kommenden zwölf Monate nur in geringem Maße mit steigenden IKT-Investitionen. Etwa 20 Prozent der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer berichten von höheren Ausgaben für IKT, und ebenfalls etwa ein Fünftel plant, mehr für IKT auszugeben.

Beim IT-Outsourcing hingegen sind die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie die Telekommunikationsdienstleister besonders aktiv. Mehr als die Hälfte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hat in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Etwa ein Fünftel der Unternehmen des IKT-Handels hat in den vergangenen zwölf Monaten sowohl IT-Leistungen als auch andere Unternehmensaktivitäten an externe Anbieter ausgelagert. Unternehmensberater, Architekten, technische Planer und die Branche Forschung und Entwicklung macht von Outsourcing und IT-Outsourcing unterschiedlich stark Gebrauch. Während etwa 15 Prozent der Unternehmensberater in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert haben, haben nur etwa 6 Prozent andere Unternehmensaktivitäten ausgelagert. In den Branchen Forschung und Entwicklung, technische Beratung und Planung und Architektur hingegen haben die Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten eher andere Unternehmensaktivitäten statt IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Mehr als ein Drittel der Unternehmen der Forschungs- und Entwicklungsbranche hat andere Unternehmensaktivitäten, nur etwa 4 Prozent IT-Leistungen ausgelagert. In den vergangenen zwölf Monaten hat mehr als ein Viertel der Architekten von Outsourcing anderer Unternehmensaktivitäten Gebrauch gemacht. IT-Outsourcing hingegen hat nur etwa ein Zehntel der Architekten durchgeführt. Bei den technischen Beratern und Planern überwiegt der Anteil der Unternehmen, der andere Unternehmensaktivitäten ausgelagert hat, den Anteil der Unternehmen, der IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert hat, um etwa 18 Prozentpunkte.

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform:

An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter http://www.zew.de/dienstleister abrufbar. Allgemeine methodische Hinweise finden Sie ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/asta.pdf. Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens findet sich ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/expans.pdf.

Anmerkung zur Hochrechnung:

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Ansprechpartnerin:
Jenny Meyer, Telefon 0621/1235-166, Fax -333, E-Mail meyer@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

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