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FAZIT-Unternehmensbefragung in Baden-Württemberg - Voice over IP holt gegenüber herkömmlicher Telefontechnik auf

06.03.2006


Zwölf Prozent der baden-württembergischen Unternehmen aus dem IT- und Mediensektor und aus ausgewählten Anwenderbranchen von Informations- und Medientechnologien telefonieren über das Internet (Voice over Internet Protocol (VoIP)). 18 Prozent planen, die Nutzung von VoIP in den nächsten zwölf Monaten aufzunehmen.



Im IT- und Mediensektor ist die Internettelefonie stärker verbreitet als in den Anwenderbranchen. An erster Stelle steht die Softwarebranche mit fast 29 Prozent VoIP-Nutzern. Weitere 36 Prozent der Software-Unternehmen planen, die Nutzung in den nächsten zwölf Monaten aufzunehmen. Schlusslicht sind die Verkehrsdienstleister. In dieser Anwenderbranche nutzen derzeit lediglich 0,7 Prozent der Unternehmen VoIP, und 4,5 Prozent planen, die Nutzung in den nächsten zwölf Monaten aufzunehmen. Dies sind Ergebnisse der zweiten repräsentativen FAZIT-Unternehmensbefragung, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im Herbst 2005 in Baden-Württemberg durchgeführt hat.



Die weitere Entwicklung der Internettelefonie schätzen die baden-württembergischen Unternehmen positiv ein. Über alle Branchen hinweg sind 44 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass sich VoIP mittel- bis langfristig gegenüber der herkömmlichen Telefontechnik durchsetzen wird. Diese Einschätzung ist im IT- und Mediensektor (56 Prozent) deutlich stärker verbreitet als in den Anwenderbranchen (35 Prozent). Allerdings sehen sich insgesamt knapp 38 Prozent der Unternehmen nicht in der Lage, eine Einschätzung abzugeben. Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen noch nicht umfassend über die Möglichkeiten und Grenzen dieser neuen Technologie informiert sind, sodass sie sich mit einer Einschätzung eher zurückhalten.

An der Befragung beteiligten sich knapp 1.200 baden-württembergische Unternehmen aus dem IT- und Mediensektor (Software, Datenverabeitungs-Dienstleistungen, IT- und Medienhardware, Telekommunikation, audiovisuelle Medien, Druck und Verlage, Werbung und Marktkommunikation und Inhalte-Dienstleister) sowie aus anderen Branchen, die IT- und Medientechnologien einsetzen (Chemie, Maschinenbau, Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Automobil, Verkehr, Bank- und Versicherungsgewerbe, Forschung und Entwicklung sowie technische Dienstleister). FAZIT ist das im Rahmen der Zukunftsoffensive III vom Land Baden-Württemberg geförderte Forschungsprojekt für aktuelle und zukunftsorientierte Informations- und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden-Württemberg. Es wird von der MFG Stiftung Baden-Württemberg, Stuttgart, gemeinsam mit dem ZEW und dem Fraunhofer-ISI, Karlsruhe, durchgeführt.

Anmerkungen für die Redaktion:

Die Internettelefonie (Voice over Internet Protocol oder VoIP) ermöglicht es, die Infrastruktur des Internets für das Telefonieren zu nutzen. Ein wesentlicher Vorteil liegt in den Kostensenkungspotenzialen gegenüber der traditionellen Telefonie. Mit entsprechender Software (beispielsweise Skype) erfolgt das Telefonieren zwischen Internetnutzern ohne Zusatzkosten. Aber auch das Telefonieren aus dem Internet zum Festnetz oder Mobilfunknetz und umgekehrt ist durch die Integration verschiedener Netzwerke inzwischen kostengünstig möglich. Den potenziellen Kostenersparnissen einerseits stehen jedoch erhöhte Sicherheitsrisiken andererseits gegenüber, da etwa die Sprachinhalte für Außenstehende leichter einsehbar sind und so genannte "Spits" (Spam over Internet Telephony) vergleichbar den Spam-E-Mails möglich sind.

Ansprechpartnerin:
Dr. Irene Bertschek, Telefon 0621/1235-178, Fax -333, E-Mail bertschek@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de
http://www.fazit-forschung.de

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