Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eigenständige Gesellschaft wird an die Spitze des Weltmarktes vorstoßen

02.10.2001


Bayer wird sein Pflanzenschutzgeschäft durch den Erwerb von Aventis CropScience (ACS) erheblich ausweiten: Die Verhandlungen mit den derzeitigen Eigentümern Aventis (76 Prozent) und Schering (24 Prozent) wurden jetzt mit der Vertragsunterzeichnung erfolgreich abgeschlossen. Bei einem Kaufpreis von 7,25 Milliarden Euro einschließlich übernommener Schulden ist dies die größte Akquisition in der Bayer-Geschichte. Die Pflanzenschutz-Aktivitäten sollen künftig in einer eigenen Gesellschaft zusammengeführt werden. Der Firmen-Name "Bayer CropScience" entspricht der neuen, verbreiterten strategischen Ausrichtung des Geschäfts.

"Mit der Übernahme von Aventis Crop Science wird Bayer seine Ertragskraft deutlich steigern und zu einem der führenden Unternehmen in den Bereichen Pflanzenschutz und Biotechnologie werden", erläutert Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Schneider. "Diese Akquisition ist ein erneuter Beleg für die Bayer-Strategie, in Kernbereiche und deren Wachstumsmärkte nachhaltig zu investieren. Wir werden unsere Pflanzenschutz-Aktivitäten in eine eigenständige Gesellschaft unter dem Bayer-Dach überführen, denn wir sind überzeugt, dass uns mit diesem Schritt die Integration und die wettbewerbsgerechte Aufstellung des Unternehmens am besten gelingen." Schneider erwartet Synergien in der Größenordnung von 500 Millionen Euro pro Jahr, denen einmalige Aufwendungen für die Eingliederung in gleicher Höhe gegenüber stehen.

Die Leitung der neuen Gesellschaft wird Dr. Jochen Wulff übertragen, dem derzeitigen Leiter des Geschäftsbereichs Pflanzenschutz der Bayer AG. Bertrand Meheut, Vorstandsvorsitzender von Aventis CropScience, wird gemeinsam mit Wulff den Integrationsprozess steuern.

Für Wulff ist die Akquisition und die damit verbundene Integration von Aventis CropScience ein Meilenstein in der Konzerngeschichte: "Hier kommen zwei sehr erfolgreiche Anbieter zusammen, die sich aufgrund komplementärer Schwerpunkte ideal ergänzen. Wir werden ein neues Unternehmen schaffen, das alle Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum und für eine Führungsrolle in der Branche erfüllt."

Mit einem Geschäftsvolumen von zusammen 6,5 bis 7 Milliarden Euro im Jahr 2001 wird Bayer CropScience zum Marktführer aufschließen und alle Aktivitäten einschließlich Biotechnologie und Saatgut abdecken. "Wir werden die Stärken der beiden Firmen zusammenführen und weltweit ein hervorragendes Angebot von etablierten Produkten zur Verfügung stellen. Die Umsatzrendite soll bis zum Jahr 2005 20 Prozent erreichen", erläuterte Wulff. Die Vorbereitungen für die Integration haben bereits begonnen.

Bayer CropScience wird seinen Sitz in Monheim haben. Die beiden wichtigsten ACS-Standorte, Lyon in Frankreich und Frankfurt, werden auch künftig wesentliche Standbeine der neuen Gesellschaft sein.

Die StarLink-Technologie von ACS und alle damit verbundenen potenziellen Verpflichtungen sind nicht Gegenstand des Vertrags und verbleiben beim Aventis-Konzern. Somit übernimmt Bayer keine Gewährleistungen für eventuelle Schadenersatzforderungen aus der StarLink-Vermarktung.

Unter Wahrung der Rechte der Arbeitnehmer-Vertretungen und vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden kann das "Closing", also der Zeitpunkt der rechtlichen Übernahme der Geschäftsaktivitäten, voraussichtlich im ersten Quartal 2002 stattfinden. Bayer wird die Übernahme mit Fremdmitteln finanzieren; eine Erhöhung des Eigenkapitals ist nicht vorgesehen.

Bayer ist ein internationales, forschungsorientiertes Unternehmen mit Kernaktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Polymere und Chemiespezialitäten. Im Jahr 2000 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 31 Milliarden Euro einen Konzerngewinn von 1,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter betrug zum Jahresende weltweit rund 122.000. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich in 2000 auf 2,6 Milliarden Euro. In Forschung und Entwicklung wurden 2,4 Milliarden Euro investiert.

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews

Weitere Berichte zu: ACS Akquisition

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“
16.05.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2018
30.04.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics