Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verkehrsflughäfen in Deutschland können erheblichen Beitrag zu Wirtschaftswachstum leisten

28.10.2005


Die Geschäftsführer und Vorstände der in der ADV zusammengeschlossenen deutschen Verkehrsflughäfen haben auf ihrer Jahrestagung in Nürnberg ihre Vorschläge für eine zukunftsorientierte Luftverkehrspolitik der neuen Bundesregierung dargestellt. Im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen weisen sie darauf hin, dass nun eine richtige Weichenstellung zur Sicherung der "Jobmaschine" Luftverkehr mit leistungsfähiger Infrastruktur für die Exportnation Deutschland von großer Bedeutung ist.


Walter Vill, Präsident der ADV und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen München GmbH, erklärte auf der Pressekonferenz: "Mit stabilen und weit über dem Durchschnitt aller Wirtschaftszweige liegenden Zuwachsraten leisten die Flughäfen einen überproportionalen Beitrag zum Wachstum des Bruttosozialproduktes. Mit diesem Wachstum schaffen sie gleichzeitig in erheblichem Umfang Arbeitsplätze. Sofern der Luftverkehr in den kommenden vier Jahren um 5% pro Jahr wachsen kann, wäre das Potential für zusätzliche 30.000 Arbeitsplätze an unseren Flughäfen und für weitere 60.000 im sekundären und tertiären Bereich gesichert."

Mit ihren Vorschlägen unterstreichen die Flughäfen auch ihre Forderung zum Bürokratieabbau, da eine übermäßige Regulierung Investitionen verzögert und die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze behindert.


Umgekehrt müssen erkannte Regelungslücken gefüllt werden, wie die fehlenden gesetzlichen Vorgaben für die Schutzmaßnahmen beim Ausbau von Flughäfen. Eine Novelle des Luftverkehrsgesetzes könnte hier deutlich zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren beitragen. Die Flughäfen weisen weiter darauf hin, dass zahlreiche Regelungsvorschläge aus Brüssel die Interessen der Flughäfen in Deutschland nur unzureichend berücksichtigen und empfehlen daher eine frühzeitige Einflussnahme der Bundesregierung auf die EU-Gesetzgebung.

Walter Vill: "Bei der Umsetzung von EU-Vorgaben auf nationaler Ebene muss der Gesetzgeber verstärkt darauf achten, dass wir gegenüber unseren europäischen Konkurrenten nicht durch zusätzliche Anforderungen und Kostenbelastungen geschwächt werden."

Bernd Nierobisch, Hauptgeschäftsführer der ADV, unterstrich die Dringlichkeit eines neuen Fluglärmgesetzes, damit die Siedlungsentwicklung in der Umgebung der Flughäfen gesteuert werden kann und zukünftige Nutzungskonflikte vermieden werden. "Um die Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flughäfen garantieren zu können, ist nicht nur die Novellierung dieses Gesetzes, sondern auch die Weiterentwicklung des Flughafenkonzeptes der Bundesregierung dringend erforderlich. Nur so ist ein vorausschauender, nachfragegerechter und koordinierter Ausbau der Flughafeninfrastruktur zu erreichen, der wiederum neue Arbeitsplätze schafft", erklärte Bernd Nierobisch.

Carola Wunderlich | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.adv-net.org

Weitere Berichte zu: Luftverkehr Wirtschaftswachstum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise