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4.700 Milliarden Dollar Für Flugzeuge und Dienstleistungen

21.06.2001


In den nächsten 20 Jahren werden die Fluggesellschaften 23.500 Flugzeuge im Wert von 1.700 Milliarden Dollar benötigen. Hinzu kommen rund 3.000 Milliarden Mark für Dienstleistungen rund ums Flugzeug. In seiner neuesten Marktstudie erwartet Boeing über die nächsten Jahre ein durch-schnittliches Wachstum des Weltluftverkehrs von 4,7 Prozent im Passagierverkehr und von 6,4 Prozent bei der Luftfracht. Insgesamt wird sich die Weltflotte bis 2020 beinahe verdoppeln, von jetzt 18.400 auf knapp 33.000 Jets.

Dieser Markt verteilt sich wie folgt:

  • Bis 90 Sitze: 4.200 Flugzeuge (18 Prozent)
  • 90 bis 240 Sitze: 13.300 Flugzeuge (56 Prozent)
  • 240 bis 400 Sitze: 4.900 Flugzeuge (21 Prozent)
  • über 400 Sitze: 1.100 Flugzeuge (5 Prozent).

"Der Wandel von einem regulierten zu einem liberalisierten Markt schafft mehr Wettbewerb unter den Fluggesellschaften. Das bedeutet, dass sie effizienter sein müssen, um profitabel zu bleiben", sagte Randy Baseler, Vice President Marketing, Boeing Commercial Airplanes. "Denn Passagiere wollen zwischen vielen Verbindungen wählen können, und sie wollen schnell ankommen. Dies wird die Strategie der Airlines bestimmen."

Boeing erwartet daher, dass die durchschnittliche Größe der Flugzeuge sich gegenüber heute verringern wird. Baseler verwies auf die Entwicklung auf dem Nordatlantik. 1987 gab es von Chicago nach Europa einen einzigen Flug pro Tag, mit einer Boeing 747 nach London. Heute bieten allein die beiden US-Fluglinien United Airlines und American Airlines zusammen 22 Flüge zu elf verschiedenen Zielorten in Europa. Sie setzen dabei Boeing 767 und 777 ein. Ein ähnliche Entwicklung zeichne sich jetzt in Asien ab, sagte Baseler. Jüngste Beispiele seien Nonstop-Flüge zwischen Chicago und Peking, Newark und Hongkong sowie San Jose und Taipeh. Auf all diesen Strecken werde die Boeing 777-200ER eingesetzt, deren Reichweite eine zeitraubende Zwischenlandung in Japan überflüssig macht.

Der Trend zur Fragmentierung und zur Segmentierung des Marktes wird sich durch den Sonic Cruiser noch verstärken. Ein Lufthansa-Flug von München nach Los Angeles würde sich gegenüber der Boeing 747-400, dem bisher schnellsten Passagierflugzeug, um 2 Stunden und 25 Minuten verkürzen, ein Flug von New York nach Hongkong sogar um 3 Stunden 30 Minuten.

Die möglichen Auswirkungen dieses revolutionären Flugzeugkonzeptes, für das Boeing einen Markt von mehreren tausend Flugzeugen sieht, sind in der aktuellen Studie noch nicht berücksichtigt. Zunächst müssten in Zusammenarbeit mit den Airlines grundlegende Daten wie Größe und Reichweite festgelegt werden, sagte Baseler.

Großbongardt Kommunikation | ots

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