Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bericht zur wirtschaftlichen Lage der chemischen Industrie im 1. Quartal 2004

16.06.2004


Ausblick: hohe Rohstoffkosten belasten Chemie.


Die Hoffnung auf eine nachhaltige Belebung der Konjunktur hat sich in den zurückliegenden Monaten – wie schon in den letzten drei Jahren - nicht erfüllt. Zwar gibt es in einigen Regionen der Welt erste positive Signale für eine Belebung der Wirtschaft – vor allem in Nordamerika und in Asien. Aber in der Europäischen Union sind die Auftriebskräfte noch sehr verhalten. Für die deutsche chemische Industrie bleibt derzeit nur die Hoffnung, dass endlich auch in Deutschland und Europa wieder positive Impulse wirksam werden. Doch selbst dann dürfte das erhoffte Wachstum wohl nur sehr moderat ausfallen. Denn ein starker Euro und hohe Rohölpreise dämpfen die Aussichten für die Chemiekonjunktur. Die Preise für relevante Chemie-Rohstoffe werden sich im gesamten ersten Halbjahr 2004 weiter auf dem gegenwärtig hohen Stand bewegen. Von einer Preisentlastung im Rohstoffbereich ab dem zweiten Quartal, wie sie sonst saisonal typisch wäre, ist nicht auszugehen. Zudem bestehen Risiken für die weltwirtschaftliche Erholung durch die Defizite in der amerikanischen Leistungsbilanz und im Haushalt der Vereinigten Staaten.

Produktion bleibt unter Vorjahr.


Im vierten Quartal 2003 ist die Chemieproduktion nach längerer Talfahrt im Vergleich zum schwachen Vorquartal um 1,7 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich blieb die Produktion unter den Werten des Vorjahres.

Nachfrage: Belebung auf niedrigem Niveau.

Der Gesamtumsatz der deutschen Chemieunternehmen betrug im vierten Quartal 34,1 Milliarden Euro. Er stieg im Vergleich zum - allerdings schwachen - Vorquartal um 2,7 Prozent. Der Anstieg ging sowohl auf eine Belebung der Nachfrage im Ausland als auch im Inland zurück: Angesichts eines Wirtschaftswachstums in Übersee legte die Nachfrage nach Chemikalien in wichtigen Exportmärkten zu. Im Inland stieg die Nachfrage nach Chemieprodukten, weil einige Abnehmerbranchen auf bessere Geschäfte hofften und darum ihre Produktion leicht ausdehnten.

Beschäftigung nahezu konstant.

Trotz der unsicheren Konjunkturlage blieben die Beschäftigtenzahlen in der deutschen Chemieindustrie im Jahr 2003 nahezu konstant. Die Branche beschäftigte im vierten Quartal rund 463.000 Mitarbeiter.

Weltwirtschaftliche Erholung schreitet voran.

Nach einer mehr als zwei Jahre dauernden weltweiten wirtschaftlichen Schwächephase hat die Wirtschaft in einigen Weltregionen wieder Fahrt aufgenommen. Dort steigen seit dem Frühjahr 2003 die Zuwachsraten der Produktion kontinuierlich, und die Wirtschaftsexperten schätzen die Konjunkturperspektiven für das Jahr 2004 überwiegend positiv ein. Das gilt allerdings hauptsächlich für Regionen außerhalb der Europäischen Union.

Wesentliche Impulse für die Weltkonjunktur gehen derzeit von der kräftig expandierenden US-Wirtschaft aus. Staatliche Ausgabenprogramme, Steuersenkungen und eine expansive Geldpolitik haben die USA im zurückliegenden Jahr wieder zur Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft werden lassen. Positive Nachrichten kommen auch aus Japan. Die japanische Wirtschaft hat mit einem starken Endspurt im vierten Quartal 2003 den Grundstein für ein auch im laufenden Jahr ansehnliches Wachstum gelegt. Die übrigen asiatischen Volkswirtschaften zeigten im Jahr 2003 eine hohe gesamtwirtschaftliche Dynamik, die sowohl von einer starken Expansion der Exporttätigkeit als auch von einem stabilen Binnengeschäft getragen wurde. Besonders in China zog die Binnennachfrage kräftig an.

In der Europäischen Union hingegen können sich die Auftriebskräfte nur langsam entfalten. Maßgeblich für die allmähliche Belebung der EU-Konjunktur ist das Exportgeschäft, das bisher trotz des starken Euros die weltwirtschaftlichen Impulse nach Europa trägt. Die Konjunktur in den Ländern Mittel- und Osteuropas hat sich zum Ende des vergangenen Jahres weiter beschleunigt. Getragen wurde diese Dynamik vor allem von der Binnennachfrage.

Chemieproduktion leicht unter Vorjahresniveau.

Im vierten Quartal 2003 ist die Chemieproduktion, nach einem deutlichen Rückgang in den beiden vorangegangenen Quartalen, auf niedrigem Niveau leicht gewachsen. Sie erhöhte sich im Vergleich zum dritten Quartal um 1,7 Prozent. Dennoch wurde das Produktionsniveau des entsprechenden Vorjahresquartals um 0,1 Prozent verfehlt. Die Kapazitätsauslastung in der chemischen Industrie stieg zum Jahresende 2003 gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 2,9 Prozentpunkte. Die Produktionsanlagen wurden durchschnittlich zu 83,0 Prozent ausgelastet. Insgesamt ist diese Entwicklung zu schwach, um von einer Trendwende zu sprechen. Saisonbereinigt liegt das Produktionsniveau des Jahres 2003 in etwa auf dem Niveau des Jahres 2000.

Das Statistische Bundesamt hat die amtlichen Indizes für Produktion und Erzeugerpreise auf das neue Basisjahr 2000 umgestellt. Dadurch weichen die Angaben im vorliegenden Quartalsbericht teilweise von den in früheren Berichten genannten Werten ab. So wurde zum Beispiel das für 2002 angegebene Produktionswachstum von über 6 Prozent auf 3,8 Prozent korrigiert.

Talfahrt der Erzeugerpreise vorerst gestoppt.

Seit dem Frühjahr 2003 gingen die Preise für chemische Erzeugnisse ständig zurück und kamen erst im vierten Quartal zum Stillstand. Damit lagen die Erzeugerpreise im letzten Quartal durchschnittlich 0,3 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Ende des Preisverfalls für chemische Erzeugnisse war jedoch weniger auf eine Besserung des Chemiegeschäftes zurückzuführen, sondern vielmehr die Folge anhaltend hoher Kosten bei Rohstoffen und Energieträgern.

Ein Barrel Rohöl der Marke Brent kostete im vierten Quartal 2003 durchschnittlich 29,40 US-Dollar. Im Vergleich zum dritten Quartal verteuerte sich Rohöl um rund 1 US-Dollar oder knapp 3,5 Prozent. Die seit langem gehegten Hoffnungen auf niedrigere Rohölpreise haben sich auch zum Jahreswechsel 2003/2004 nicht erfüllt. Das Angebot blieb angesichts der ins Stocken geratenen Ölproduktion im Irak knapp. Gleichzeitig erhöhte die wirtschaftliche Belebung in Nordamerika und Asien die Ölnachfrage. Eine Entspannung der Preise auf dem Rohölmarkt ist nicht in Sicht.

Gestiegene Rohölpreise verteuerten den wichtigsten Rohstoff der Chemieindustrie, das Rohbenzin (Naphtha). Auf den europäischen Spot-Märkten kostete eine Tonne Rohbenzin im vierten Quartal 2003 durchschnittlich rund 239 Euro. Dies sind knapp 6 Prozent mehr als im dritten Quartal. Beim Abschluss der Quartalskontrakte für die wichtigsten Primärchemikalien war man im September bereits von weiter steigenden Rohbenzinpreisen ausgegangen. Mit Ausnahme von Propylen und p-Xylol wurden daher für die letzten drei Monate des Jahres 2003 deutlich höhere Kontraktpreise vereinbart. Insgesamt konnten sich die Gewinnmargen der europäischen Naphthacracker im vierten Quartal 2003 leicht erholen.

Ein Blick auf die Kontraktpreise für das erste Quartal 2004 zeigt, dass die Preise für Olefine und Aromate weiter ansteigen werden. Neben der erwarteten konjunkturellen Belebung und der damit steigenden Nachfrage nach Primärchemikalien dürften vor allem die Erwartungen weiter anziehender Rohölpreise für diesen Anstieg verantwortlich sein. Eine Entlastung auf dem Rohölmarkt zeichnet sich nicht ab. Die von der OPEC beschlossene Reduzierung der Fördermengen und der Versuch, die Quoten enger einzuhalten, verknappen das Rohöl. Dieser Trend wird verstärkt durch eine Reihe von ungeplanten sowie geplanten Produktionsabstellungen von Raffinerien. Damit werden auch 2004 auf absehbare Zeit die Margen der deutschen Chemieunternehmen unter Druck bleiben.

Geringes Umsatzwachstum auf niedrigem Niveau.

Im vierten Quartal 2003 erwirtschafteten die deutschen Chemieunternehmen einen Gesamtumsatz in Höhe von 34,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Branchenumsatz um 2,7 Prozent. Der Grund: Wichtige industrielle Kunden hatten auf bessere Geschäfte gehofft und deshalb mehr Waren bestellt. Das geschah allerdings auf niedrigem Niveau, denn im dritten Quartal war der Branchenumsatz deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 3,6 Prozent.

Die Nachfrage nach Chemieprodukten wuchs sowohl im Inland wie im Ausland. Der Inlandsabsatz stieg zum Jahresende im Vergleich zum dritten Quartal um 2,4 Prozent auf insgesamt 16,8 Milliarden Euro. Von diesem Zuwachs konnten jedoch nur die Pharmahersteller und die Produzenten von Petrochemikalien und ihren Derivaten profitieren.

Mit ausländischen Kunden erzielte die Branche im vierten Quartal 2003 einen Umsatz von 17,4 Milliarden Euro. Nach einer vorübergehenden Flaute des Exportgeschäftes im dritten Quartal stieg der Auslandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen in den letzten drei Monaten des Jahres 2003 um rund 2,9 Prozent an. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal konnte der Auslandsumsatz um 3,3 Prozent zulegen.

Der starke Euro hat im vergangenen Jahr das Exportgeschäft kaum beeinträchtigt. Angesichts einer sich im Jahresverlauf verstärkenden wirtschaftlichen Erholung in wichtigen Abnehmerregionen stiegen die deutschen Chemieexporte in nahezu alle Regionen der Welt an. Nur die Exporte nach Lateinamerika gingen im Jahr 2003 zurück. Besonders deutlich wuchsen die Exporte nach Nordamerika und Asien. Die Exporte in die USA erreichten 2003 knapp 8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 8,5 Prozent. Die Exporte nach Japan nahmen um 3,8 Prozent zu. Trotz einer vorübergehenden Dämpfung des Asiengeschäftes - u.a. durch die Lungenkrankheit SARS - stiegen die Exporte nach Ostasien (ohne Japan) noch um 1 Prozent. Wachstumsmotor war jedoch im zurückliegenden Jahr das Geschäft mit den europäischen Nachbarländern: Die Exporte in die Länder der Europäischen Union kletterten vor allem Dank einer kräftigen Zunahme der Pharmaexporte um rund 9,7 Prozent. Das Exportgeschäft mit den Ländern Mittel- und Osteuropas wuchs im zurückliegenden Jahr um 7,3 Prozent.

Belegschaften bleiben im Jahr 2003 konstant.

Die deutsche chemische Industrie beschäftigte im vierten Quartal 2003 durchschnittlich rund 463.000 Mitarbeiter. Die deutschen Chemieunternehmen konnten damit im Jahr 2003 ihre Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt nahezu konstant halten.

Geschäftsentwicklung in den Sparten uneinheitlich.

Da im Inland die lange erhofften Wachstumsimpulse weitgehend ausblieben, verdanken die deutschen Chemieunternehmen den leichten Produktionsanstieg gegenüber dem Vorquartal vor allem der Nachfrage aus dem Ausland. Davon profitierten insbesondere Teile der Grundstoffchemie sowie die Fein- und Spezialchemikalien. Der Aufwärtstrend in der pharmazeutischen Industrie hielt an. Auch die Produktion der konsumnahen Wasch- und Körperpflegemittel konnte leicht zulegen.

Die Hersteller chemischer Grundstoffe konnten ihre Produktion im vierten Quartal 2003 angesichts einer leichten Nachfrageerholung überwiegend ausdehnen. Allerdings konnten nicht alle Grundstoffe hiervon gleichermaßen profitieren: Während die Produktion von Anorganischen Grundchemikalien und Polymeren im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten zum Teil deutlich ausgedehnt wurde, drosselten die Hersteller von Petrochemikalien im gleichen Zeitraum ihre Produktion. Der Umsatz mit Grundstoffen insgesamt stieg von Oktober bis Dezember leicht an. Das Auslandsgeschäft verlief dabei meist besser als der inländische Absatz. Die Preise stagnierten auf niedrigem Niveau. Chemische Grundstoffe waren im vierten Quartal durchschnittlich rund 1,2 Prozent günstiger als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Das Geschäft mit Fein- und Spezialchemikalien verlief uneinheitlich. Zwar dehnten viele Hersteller im vierten Quartal 2003 in Erwartung einer baldigen Erholung ihre Produktion aus. Bei insgesamt rückläufigen Preisen konnten die Umsätze allerdings nicht an das Niveau der vorangegangenen drei Monate anknüpfen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum jedoch konnten sowohl Produktion als auch Umsatz deutlich zulegen.

Weiterhin positiv verliefen die Geschäfte der Pharmaunternehmen. Sowohl Produktion als auch Umsatz dieser Sparte nahmen im vierten Quartal bei leicht ansteigenden Erzeugerpreisen zu. Der inländische Absatz stieg um fast 7 Prozent, während das Ausland zuletzt weniger Pharmazeutika aus deutscher Produktion kaufte als im Vorquartal. Derzeit liegt das Produktionsniveau rund 5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Der Aufwärtstrend der Pharmaproduktion setzte sich nach einer vorübergehenden Wachstumspause im ersten Halbjahr zum Jahresende 2003 weiter fort.

Das Geschäft mit Agrochemikalien blieb wie schon im gesamten Jahresverlauf 2003 schwierig. Die Produktion dieser Sparte stagnierte im vierten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten und verfehlte damit das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes um rund 1 Prozent. Hinter diesen Zahlen verbergen sich ein deutlicher Rückgang der Produktion von Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln sowie eine leichte Zunahme der Düngemittelproduktion. Die Umsätze mit Agrochemikalien sanken in den letzten Monaten des vergangenen Jahres im In- und Ausland deutlich. Die Erzeugerpreise konnten hingegen zulegen.

Die Hersteller von Wasch- und Körperpflegemitteln dehnten im vierten Quartal des vergangenen Jahres ihre Produktion deutlich aus. Das Produktionsniveau dieser Sparte liegt derzeit rund 3,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bei leicht rückläufigem Erzeugerpreisniveau stieg der Umsatz dieser Sparte im vierten Quartal gegenüber den Vormonaten um 0,6 Prozent und lag damit gut 7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die wesentlichen Impulse kamen dabei aus dem europäischen Ausland. Die Auslandsumsätze waren von Oktober bis Dezember um über 15 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Inlandsumsatz ging hingegen leicht zurück.

Ausblick: Chemieindustrie hofft auf ein Ende der Stagnation.

Wie schon in den vorangegangenen Konjunkturzyklen liegen die Gründe für eine sich allmählich abzeichnende Erholung der europäischen Wirtschaft fast ausschließlich im Export. Eine nachhaltige Konjunkturerholung wird aber nur dann gelingen, wenn mit Hilfe dieser außenwirtschaftlichen Impulse auch die Binnenkonjunktur Fahrt aufnimmt. Doch dafür reichen positive Wachstumsperspektiven in Übersee allein nicht aus. Das Geschäftsklima in Europa muss sich deutlich verbessern. Die Unternehmen müssen wieder stärker investieren. Die Investitionsneigung ist jedoch derzeit noch verhalten. Die Konsumnachfrage bleibt angesichts zahlreicher Reformdebatten und ungelöster Strukturprobleme schwach.

Eine wirtschaftliche Erholung in Europa, wie sie führende Wirtschaftsforschungsinstitute vorhersagen und – wie kürzlich das ifo-Institut - teilweise wieder einschränken, ist noch nicht sicher. Denn der außenwirtschaftliche Impuls wird wegen des starken Euros allmählich nachlassen. Die USA werden aufgrund des so genannten „twin deficits“ nicht für unbegrenzte Zeit die Lokomotive der Weltwirtschaft sein können. Die Rohölpreise sind auf einem hohen Niveau. Weitere Ölpreissteigerungen sind nicht ausgeschlossen.

Angesichts dieser Probleme bleiben die Wachstumsprognosen für Europa und erst recht für Deutschland verhalten. Selbst wenn Deutschland seine dreijährige Stagnation in diesem Jahr überwinden sollte, ist das derzeit prognostizierte Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2 Prozent bestenfalls eine Erholung und kein Aufschwung.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die deutschen Chemieunternehmen derzeit die Geschäftslage noch sehr zurückhaltend beurteilen. Nach Auffassung von rund 90 Prozent der vom Münchener ifo-Institut befragten Chemieunternehmen hat sich die Lage der Branche zu Jahresbeginn 2004 noch nicht verbessert. Die Geschäftserwartungen der Branche sind zwar positiver als ihre Einschätzung der Lage. Denn die Branche hofft aufgrund ihrer starken Exportorientierung am wirtschaftlichen Aufschwung anderer Länder und Regionen teilhaben zu können. Allerdings beobachten wir die Diskrepanz zwischen den Geschäftserwartungen und der tatsächlichen Auftragslage seit einiger Zeit. Die Hoffnungen der Branche wurden immer wieder enttäuscht.

Trotz der positiven Geschäftserwartungen wird die erwartete Erholung der deutschen Chemiekonjunktur im Vergleich zu den vorangegangenen Konjunkturzyklen moderat ausfallen. Für das Gesamtjahr 2004 rechnen wir mit einer Ausweitung der Chemieproduktion um rund 1,5 Prozent. Bei leicht rückläufigen Preisen wird der Gesamtumsatz der deutschen Chemieindustrie im Jahr 2004 voraussichtlich um 1,5 Prozent zulegen.

Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage der chemischen Industrie im 1. Quartal 2004 entnehmen Sie bitte den Tabellen

Dr. Henrik Meincke | Verband der chemischen Industrie
Weitere Informationen:
http://www.vci.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie