Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Branche wird sich als Wachstumsmotor behaupten

28.04.2004


Wo steht die Informationsgesellschaft heute, wie sieht der Fahrplan für die Weiterentwicklung in den nächsten zehn Jahren aus? Welche Weichen müssen gestellt, welche Voraussetzungen geschaffen werden? IT-Experten der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) beziehen in einer jetzt veröffentlichten Studie zu wichtigen Kernfragen Stellung.



Um die Zukunft der modernen Informationstechnik sind die Experten wenig besorgt. Vielmehr sehen rund 90 Prozent der Befragten in der Branche den Wachstumsmotor der Wirtschaft schlechthin. Als Schrittmacher des Aufschwungs wurden die Bereiche Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik, sowie Telekommunikation und Multimedia-Anwendungen identifiziert. In diesen Segmenten erwarten 80 Prozent der Befragten innerhalb der jetzigen Dekade ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über fünf Prozent.



Ausschlaggebend für die optimistische Bewertung ist unter anderem das erstarkte Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Hatten lange Zeit die Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik als hauptsächliche Nutznießer der I+K-Technologien gegolten, macht Europa verloren geglaubten Boden gut. Nicht weniger als 88 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass die europäische Wirtschaftsregion besonders großen Profit aus der Branche ziehen wird. Anlass zu Hoffnung auf eine starke Stellung Europas gibt dabei vor allem die Mikro- und Nanotechnik.

Defizite bei der Software

Zahlen wie die zuletzt genannten dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Europa beim Software-Innovationspotenzial nicht auf den vorderen Plätzen liegt. Etwas zuversichtlicher beurteilen die Teilnehmer der Studie hingegen das europäische Innovationsvermögen bei den Netztechnologien, wo immerhin 31 Prozent der heimischen Wirtschaft die Fähigkeit zur Entwicklung zukunftsweisender Netzwerkprodukte attestieren. Klarer Sieger mit 60 Prozent Innovationskraft ist in dieser Technologiesparte jedoch Nordamerika.

“Eine der entscheidenden Schlachten um die Zukunft der Informationsgesellschaft wird auf dem Feld innovativer Netztechnologien geschlagen”, so das Resümee der Teilnehmer. Als “Favoriten” werden “super-intelligente” Netze mit einem hohen Grad an Selbstorganisation und Flexibilität betrachtet. Sie stehen bei 64 Prozent der Befragten ganz oben auf der Anforderungsliste.

Nach wie vor ungebrochen ist der Ruf nach immer leistungsfähigeren Speichermedien und Mikroprozessoren. Zu den chancenreichsten Herausforderungen zählt das Neurocomputing. Dahinter verbirgt sich die intelligente Nachbildung biologischer neuronaler Funktionen, zum Beispiel zur assoziativen Informationsverarbeitung. Diese Technologie, die unter anderem zur Optimierung entscheidungsunterstützender Managementsysteme beitragen kann, wird von knapp 55 Prozent der Teilnehmer als Wachstumstreiber eingestuft.


Quelle: VDE/ITG Experten-Panel Informationstechnik. Download unter www.vde.com/reports für 150 Euro incl. Mwst.

Rolf Froböse | Rolf Froböse
Weitere Informationen:
http:// www.vde.com/reports

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Evolutionsgeschichte der Wespen, Bienen und Ameisen erstmals entschlüsselt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neurone am Rande der Katastrophe: Wie das Gehirn durch kritische Zustände effizient arbeitet

23.03.2017 | Seminare Workshops

Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen

23.03.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz