Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarstrom 2004: Eine Milliarde Umsatz und 4.000 neue Jobs

17.03.2004


Deutsche Solarwirtschaft gibt Prognose für 2004 ab – nahezu keine Auswirkungen auf Strompreis



Die deutsche Solarstrombranche wird dieses Jahr rund 4.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Dies teilte die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) am Dienstag in Berlin mit. Die Umsätze mit Solarstromtechnik seien in den ersten Monaten 2004 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nach 750 Millionen Euro in 2003 erwartet die Branche für 2004 nunmehr einen Endkundenumsatz von einer Milliarde Euro. Dieses Wachstum veranlaßt nach Beobachtung der UVS derzeit insbesondere den deutschen Mittelstand, Handwerksunternehmen und den Maschinenbau verstärkt in die inländische Produktion und den Vertrieb von Solartechnik zu investieren. Obwohl die Einspeisevergütung für Solarstrom gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz auf den Strompreis umgelegt wird, ergeben sich durch das rasante Marktwachstum für den Verbraucher nahezu keine Auswirkungen auf seine Stromrechnung.



Ende 2003 beschäftigte die deutsche Solarstrombranche ca. 12.000 Arbeitnehmer. Diese Zahl ist nach Angaben der UVS in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen: 1998 waren in diesem Bereich in Deutschland erst 1.500 Menschen tätig. Durch das zum 1. Januar diesen Jahres in Kraft getretene neue Solargesetz haben die meist mittelständischen Solarunternehmer Investitionssicherheit zum Aufbau moderner Solarfabriken am Standort Deutschland erhalten. Viele dieser Produktionsstätten werden derzeit besonders in den neuen Bundesländern gebaut bzw. erweitert und schaffen damit Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten. Die UVS prognostiziert langfristig bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in der deutschen Solarstrombranche. Insgesamt bieten die erneuerbaren Energien bereits heute 130.000 Menschen zukunftsfähige Arbeitsplätze, mehr als in der Atom- und Kohlewirtschaft zusammen. Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS: "Die Solarbranche hat weltweit das Potenzial der Chipindustrie. Deutschlands Solarindustrie baut derzeit verstärkt Exportkapazitäten auf." Schon heute produzierten deutsche Solarunternehmen mehr als sie im Inland absetzen und exportieren somit ihre High-Tech-Produkte mit wachsender Tendenz ins Ausland.

Auch die Umsätze mit Solarstromtechnik haben sich rasant entwickelt. Betrugen diese 1998 erst ca. 80 Mio. Euro, werden sie im laufenden Jahr voraussichtlich erstmals eine Milliarde Euro erreichen. Die UVS erwartet einen Zubau von ca. 20.000 Anlagen mit einer installierten Leistung von 190 Megawattpeak. Der Zubau in 2003 betrug 125 Megawattpeak.

Auf den Strompreis des Verbrauchers wird diese Entwicklung auch in Zukunft nahezu keinen Einfluss haben. Bei einem vom Privatverbraucher zu zahlenden Endverbraucherpreis von rund 18,00 Cent pro Kilowattstunde beträgt die darin enthaltene Umlage für eingespeisten Solarstrom 2004 weniger als 0,05 Cent. Auch bei einem weiter rasant wachsenden deutschen Solarstrommarkt wird diese Umlage in 2010 weniger als 0,1 Cent betragen und damit keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Strompreises haben. Dies gilt insbesondere, weil die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung pro Kilowattstunde ins Netz eingespeisten Solarstroms degressiv gestaltet ist. Solaranlagen welche erst nächstes Jahr ans Netz gehen, erhalten weniger Vergütung als die dieses Jahr in Betrieb genommenen.

| SolarInfo.de
Weitere Informationen:
http://www.solarfoerderung.de
http://www.solarinfo.de

Weitere Berichte zu: Solarstrom Solarstrombranche Strompreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE