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ifm-Umfrage zur Rechtsformwahl mittelständischer Unternehmen

28.01.2003


Gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm) und des Bundes der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband e.V. (BDS/DGV)



Zentrales Element jeder Unternehmensgründung und vieler strategischer Neuausrichtungen bestehender Unternehmen ist die Frage nach der Rechtsform, die das Unternehmen haben soll. Ob Einzel-, Personen- oder Kapitalgesellschaft - mit der Entscheidung sind vielfältige Konsequenzen verbunden: haftungsrechtliche, steuerliche, betriebliche und persönliche.



Rund 86 % aller Unternehmen sind Personengesellschaften. Besonders im klassischen Mittelstand existieren vielfach noch inhabergeführte Unternehmen, bei denen Verantwortung und Risiko in einer Hand liegen. Gleichzeitig zeichnet sich indes ein wachsender Trend zur Gründung von Kapitalgesellschaften ab. In Baden-Württemberg wurden gemäss der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Landesamtes 1996 370 Aktiengesellschaften gezählt. Bis 1998 stieg diese Zahl auf 440 und im Jahr 2000 wurden 740 Unternehmen mit der Rechtsform der AG ausgewiesen. Die Zahl der GmbHs stieg im selben Zeitraum in Baden-Württemberg von 52.450 im Jahr 1996 auf 58.053 im Jahr 2000. Das Statistische Bundesamt ermittelte bundesweit für 2000 5.526 Aktiengesellschaften und 446.797 GmbHs.

Mit einer bundesweiten Befragung wollen das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm) und der Bund der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband e.V. (BDS/DGV) nun ermitteln, welches die wichtigsten Motive für Unternehmen sind, eine bestimmte Rechtsform zu wählen und gegebenenfalls wie sich diese Motive im Zeitablauf verändert haben. Für die Umfrage wurde ein detaillierter Fragenkatalog ausgearbeitet, der auch direkt online unter der Internetadresse http://www.ifm.uni-mannheim.de/frabo.html oder unter www.bds-bw.de ausgefüllt und zurückgeschickt werden kann.

Dabei soll insbesondere auch die Frage geklärt werden, welchen Einfluss aktuelle wirtschaftpolitische Entwicklungen wie Steuerreform oder die Neuformulierung der Baseler Eigenkapitalrichtlinien (Basel II) auf die Rechtsformwahl nehmen. Konkret: Haben die Steuerreform, Basel II und der Strukturwandel im Bankensektor mit einer wachsenden Finanzierungsproblematik für kleine und mittlere Unternehmen den Trend zur Kapitalgesellschaft verstärkt?

Mit den ermittelten Daten wollen ifm und BDS/DGV eine Forschungslücke schließen und qualifizierte, wissenschaftlich fundierte Informationen über die Motive der Rechtsformwahl von Unternehmerinnen und Unternehmern bieten.


Ansprechpartner für die Presse:

Name:
Christian Erlewein
Beauftragter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0621 / 181-2886
E-Mail: erlewein@mail.ifm.uni-mannheim.de

Adresse:
Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim
D 6,5
68131 Mannheim


Ralf Bürkle | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifm.uni-mannheim.de
http://www.ifm.uni-mannheim.de/frabo.html
http://www.bds-bw.de

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