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Clearstream und Bundesbank geben die Einführung des neuen Abwicklungsmodells für den deutschen Markt bekannt

29.10.2002


Frühere Finalität von Settlement-Transaktionen/Release 1 startet im vierten Quartal 2003

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»Abwicklungsmodell

Clearstream Banking AG und die Deutsche Bundesbank haben am Dienstag das in Kooperation mit dem Kreditgewerbe neu entwickelte Abwicklungsmodell für den deutschen Markt vorgestellt. Die Deutsche Bundesbank unterstützt Clearstream Banking AG nachhaltig bei der Verbesserung der Effizienz und Sicherheit der Abwicklung deutscher Wertpapiere. Durch das neue Verfahren kann die bisherige Geldverrechnung abgelöst werden, die auf einer nachträglichen Saldenabdeckung beruht. Damit erfüllt Clearstream künftig die Forderungen der Zentralbanken nach Ausschluss von Rückabwicklungrisiken. Diese Forderungen sind an diejenigen Abwicklungssysteme gerichtet, die für die Stabilität der Finanzmärkte wichtig sind. Für die Marktteilnehmer ändert sich vor allem die Methodik der Geldverrechnung für Wertpapiertransaktionen. Es ist künftig vorgesehen, dass Zentralbankliquidität (Kontoguthaben und / oder hinterlegte Sicherheiten) vor Beginn eines Abwicklungszyklus gesperrt wird. Die Verwendung von Zentralbankgeld ist unter risikopolitischen Gesichtspunkten vorteilhaft und wurde auch von den Marktteilnehmern gefordert, da es frei von Kredit- und Liquiditätsrisiken ist. Damit stehen den Marktteilnehmern eventuelle Geldzuflüsse aus Wertpapiergeschäften deutlich früher am Tag zur Verfügung. Beispielsweise können künftig geldliche Zuflüsse aus der Nachtverarbeitung bereits morgens ab 7.00 Uhr für ausgehende, zeitkritische Großbetragszahlungen, z. B. die Einschussverpflichtungen für das internationale Devisenabwicklungssystem CLS, verwendet werden.

Die Einführung des neuen Modells wird in mehreren Schritten erfolgen. Im ersten Release - geplanter Einsatztermin ist das vierte Quartal 2003 - wird zunächst die Nachtverarbeitung umgestellt. In folgenden Schritten wird das Modell auf die Tagesverarbeitung ausgedehnt und die Verbindung zu weiteren Zentralbanken angestrebt. Mit der Implementierung auf der CASCADE-Plattform wird Clearstream den Anforderungen der Marktteilnehmer gerecht, die technischen Änderungen möglichst gering zu halten. Neue Online-Funktionen für das Cash Management sowie erweiterte Reports werden angeboten, um die Geldverarbeitung zu unterstützen. Clearstream arbeitet eng mit den Marktteilnehmern zusammen, um eine reibungslose Einführung sicherzustellen. Ein entsprechendes Customer Readiness’ Programm wurde bereits gestartet.


Das neue Modell ist in enger Abstimmung mit Marktteilnehmern, Verbänden und Institutionen entstanden. Eine wesentliche Rolle hat dabei das Market Rules Committee gespielt, das aus den folgenden Repräsentanten der direkt betroffenen Finanzinstitutionen besteht: Bayerische Landesbank, ING BHF, BNP Paribas, Deutsche Bundesbank, bws (Genossenschafts-Sektor), Citibank, Commerzbank, Dresdner Bank, etb (Deutsche Bank), FMS Bank (HypoVereinsbank) und WPS Bank (West LB)

Ansprechpartner Clearstream
Yolande Theis
Tel: 0352-451105-320
Fax: 0352-451109-5320
E-mail: ytheis.ci@clearstream.com

Graham Cope
Tel: 0352-451106-168
Fax: 0352-451109-6168
E-mail: gcope.ci@clearstream.com

Ansprechpartner Deutsche Bundesbank:
Roland Neuschwander
Tel. 069-956643-33
Fax 069-956626-20
E-mail: roland.neuschwander@bundesbank.de

Siegfried Vonderau
Tel. 069-956689-46
Fax. 069-956650-89-46
E-mail: siegfried.vonderau@bundesbank.de

| Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.media-relations.deutsche-boerse.com

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