Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IASB-Entwurf über die erstmalige Anwendung der IFRS/ IAS

31.07.2002


Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG begrüßt den heute veröffentlichten Standard-Entwurf des International Accounting Standards Board (IASB) über die erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS, vormals IAS). Damit ist ein neuer Meilenstein auf dem Weg zur Anwendung der IFRS in allen Konzernabschlüssen europäischer börsennotierter Unternehmen spätestens im Jahr 2005 erreicht. Das IASB erleichtert die erstmalige Anwendung der IFRS, weil es für bestimmte Bilanzposten zulässt, dass die Wertansätze aus den nationalen Abschlüssen übernommen werden.

... mehr zu:
»IAS »IASB »IFRS

Dr. Anne Schurbohm, Partner und Leiterin des IAS Desk von KPMG: "Aus Sicht der Wirtschaftsprüfer ist dieser Schritt sehr zu begrüßen, da das IASB die Erleichterungen gerade für die Bewertung bei zurückliegenden Unternehmenskäufen einführt, die in der Praxis die meisten Probleme bei der IFRS-Einführung verursachen. Damit beweist das IASB Augenmaß im Hinblick auf Kosten und Nutzen der IFRS-Anwendung."

Jede Umstellung von deutschen Rechnungslegungsregeln (HGB) auf IFRS beginnt damit, dass eine Eröffnungsbilanz zu erstellen ist. Der Standard-Entwurf des IASB sieht eine solche für das erste im IFRS-Abschluss dargestellte Geschäftsjahr vor. Für Unternehmen, die planen, erstmals im Jahr 2005 einen IFRS-Abschluss zu veröffentlichen, wäre dies der 1. Januar 2004. In der Eröffnungsbilanz sind alle Bilanzposten so anzusetzen und zu bewerten, wie es die IFRS vorschreiben. Wertunterschiede zwischen HGB und IFRS werden im Eigenkapital erfasst.


Das IASB sieht in seinem Standard-Entwurf jedoch einige praktisch bedeutende Ausnahmen bei der Bewertung vor. So müssen für Unternehmenskäufe, die vor dem Stichtag der Eröffnungsbilanz stattgefunden haben, die Zeitwerte für erworbene Vermögensgegenstände und Schulden - und damit der Goodwill - nicht neu ermittelt werden. Die Werte werden aus den nationalen Abschlüssen übernommen. Diese Vereinfachungsregel reduziert den Zeitbedarf und die Kosten für die Umstellung. Das IASB stellt den Standard-Entwurf bis zum 31. Oktober 2002 zur öffentlichen Diskussion.

Dr. Anne Schurbohm: "Aus unserer Sicht ist es unbedingt erforderlich, dass das IASB die endgültige Fassung der Standards nach Ablauf der Frist so schnell wie möglich vorlegt. Da das Einführungsdatum 2005 schnell näher rückt, wird es immer wichtiger für die Unternehmen, Gewissheit über die zu erwartenden Kosten für die Umstellung und die endgültige Formulierung des Standards zu haben. Die Praxis hat gezeigt, dass ein rechtzeitiger Beginn der Umstellungsprozesses die Kosten reduziert. Das IASB sollte den Unternehmen die Möglichkeit geben, auf Basis des Standards sobald wie möglich mit der Umstellung zu beginnen. Einer der Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Übergang auf IFRS ist die frühzeitige Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern. Die Unternehmen sollten den Kapitalmarkt schon lange vor der endgültigen Umstellung auf IFRS darauf vorbereiten, welche Auswirkungen die IFRS auf die wichtigsten Kennzahlen ihres Unternehmens haben wird. Für Verspätungen gibt es - spätestens, wenn aus dem Standard-Entwurf der endgültige Standard entstanden ist - keine Entschuldigung mehr."

Kontakt: aschurbohm@kpmg.com

| KPMG

Weitere Berichte zu: IAS IASB IFRS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht KMU suchen die finanzielle Unabhängigkeit
25.05.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

Meteoriteneinschläge und Spektralfarben: HITS bei Explore Science 2018

11.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

EMAG auf der AMB: Hochproduktive Lösungen für die vernetzte Automotive-Produktion

15.06.2018 | Messenachrichten

AchemAsia 2019 in Shanghai

15.06.2018 | Messenachrichten

Dem Fettfinger zu Leibe rücken: Neuer Nanolack soll Antifingerprint-Oberflächen schaffen

15.06.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics