Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Schiffbauaufträge über rund 1,2 Mrd. Euro gesichert

26.06.2002


Auf Antrag der Bundesregierung, vertreten durch den Koordinator für die Maritime Wirtschaft, Staatssekretär Dr. Axel Gerlach, hat der Haushaltsausschuss des Bundestages in seiner Sitzung am 26. Juni 2002 Mittel des Bundeshaushaltes 2003 in Höhe von 24 Mio. Euro für Schiffbauhilfen freigegeben, die der deutschen Schiffbauindustrie dringend erforderliche Unterstützung bei der Abwehr des anhaltenden Preisdumpings südkoreanischer Werften geben sollen.

... mehr zu:
»Schiffbauhilfe »Werft

Dieser Entscheidung vorausgegangen war ein auf dem EU-Industrieministerrat am 6. Juni 2002 in Luxemburg erreichter Kompromiss zwischen der EU-Kommission und der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten über eine wirkungsvolle Strategie der EU gegen Korea. Nach intensiven, von der Bundesregierung mit großem Nachdruck geführten Verhandlungen konnte vereinbart werden, dass für den Fall des Scheiterns erneuter Gespräche zwischen der EU-Kommission und der Regierung Südkoreas eine WTO-Klage gegen Korea eingereicht wird und von Oktober 2002 bis März 2004 befristete Hilfen in Höhe von 6 % für Containerschiffe, Produkten- und Chemikalientanker sowie - nach dem Vorliegen weiterer Nachweise von Schädigungen - auch für Gastanker gezahlt werden dürfen.

Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages sichert - wenn am 27. Juni 2002 auch die Beschlussfassung im EU-Ministerrat erfolgt ist, dass die neue EU-Schiffbauhilferegelung für die deutschen Werften ohne Zeitverzug umgesetzt werden kann.


Mit den freigegebenen Bundesmitteln in Höhe von 24 Mio. Euro, die nach dem für auftragsbezogene Schiffbauhilfen geltenden "ein Drittel - zwei Drittel"-Finanzierungsschlüssel in Höhe von insgesamt 48 Mio. Euro durch die fünf Küstenländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu kofinanzieren sind, wird die Förderung eines schiffbaulichen Auftragsvolumens von rund 1,2 Mrd. Euro möglich, das sind rund 40 % des jährlichen deutschen Schiffsneubauumsatzes. Die Bundesregierung und die Regierungen der Küstenländer werden damit ihre Schiffbaupolitik fortsetzen können, die in unter den Bedingungen eines fairen Wettbewerbs konkurrenzfähigen deutschen Werften gegen Schädigungen durch die von der koreanischen Schiffbauindustrie ausgehenden Wettbewerbsverzerrungen zu schützen.

Die möglichen Hilfen verbessern nicht nur die Chancen der deutschen Werften bei der Akquirierung neuer Aufträge. Sie sollen auch die im deutschen Schiffbau seit Jahren andauernde Beschäftigungsstabilität sichern und die Gefahr von Insolvenzen in einer vor allem für die Küstenregionen strukturell wichtigen Branche verringern.

| BMWi NEWSLETTER <postmaster@bmwi

Weitere Berichte zu: Schiffbauhilfe Werft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops