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Deutschland-Exporte wachsen unbeeindruckt

10.03.2008
Handelsbilanz trotzt starkem Euro und schwacher Konjunktur

Deutsche Exporte haben im Januar gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 um neun Prozent zugelegt, wie das Statistische Bundesamt Deutschland heute, Montag, mitteilte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 84,4 Mrd. Euro exportiert, denen Importe mit einem Wert von 67,3 Mrd. Euro gegenüberstehen.

Damit sind die Einfuhren mit 10,2 Prozent noch stärker gewachsen als die Ausfuhren. Seit dem Vormonat Dezember kletterten die Exportzahlen um 3,8 Prozent. Der deutsche Außenhandel zeigt sich entgegen der Erwartungen äußerst robust und verzeichnet trotz des starken Euros und der globalen konjunkturellen Flaute ein solides Wachstum.

Das stärkste Wachstum weisen Exporteure mit 30 Mrd. Euro in außerhalb der EU liegende Drittländer auf. Im Vorjahr durfte sich die Ausfuhrwirtschaft bereits über ein Rekordergebnis freuen (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080208014 ), obwohl sich die Geschäfte mit dem wichtigsten Handelspartner USA rückläufig entwickelten. "Von Januar bis November 2007 sanken die Exporte in die USA um 4,9 Prozent", erläutert Dirk Mohr, Sprecher beim Statistischen Bundesamt Deutschland, auf Anfrage von pressetext. Trotzdem legten die Exporte in Drittländer alleine im Januar dieses Jahres um 11,5 Prozent zu. In die Staaten der EU wurden Waren mit einem Gesamtwert von 54,3 Mrd. Euro geliefert, was einem Plus von 7,7 Prozent entspricht.

Der Handelsbilanzüberschuss übertrifft mit 17,1 Mrd. Euro die Erwartungen der Volkswirte deutlich. Diese hatten einen Überschuss von nur 15 Mrd. Euro errechnet. Ebenso werden die Analysten von der kalender- und saisonbereinigten Handelsbilanz überrascht, die entgegen der Erwartungen von 13,5 Mrd. Euro mit einem Überschuss von 16,1 Mrd. Euro schließt. Die von der Deutschen Bundesbank errechnete Leistungsbilanz verzeichnet im Januar 2008 einen Überschuss von 15 Mrd. Euro. Das Aktivsaldo betrug ein Jahr zuvor noch 14,4 Mrd. Euro.

Manuel Haglmüller | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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