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Deutschland in 2007: Wirtschaftswachstum rauf, Energieverbrauch runter

03.01.2008
Mit 13.842 Petajoule ist der Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung abgesunken. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang 5,0%, gegenüber 1990 beträgt er 7,1%. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat die aktuellen Zahlen am 20. Dezember 2007 vorgelegt.

Deutschland geht den Weg zu einer modernen, effizienten und nachhaltigen Energieversorgung konsequent weiter.

Hierzu der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Trotz eines robusten Wirtschaftswachstums ist der Energieverbrauch unseres Landes in diesem Jahr drastisch gesunken. Dabei hat uns zwar der warme Winter geholfen. Die Entwicklung zeigt aber auch, dass die Politik für Energieeffizienz greift. Haushalte wie Unternehmen setzen Energie immer sparsamer ein. Diesen Trend wollen wir fortsetzen und verstärken.

Dadurch wird Deutschland unabhängiger von Öl- und Gasimporten. Gleichzeitig dämpft die geringere Nachfrage die Energiekostenbelastung. Mein Ziel ist es, trotz steigender Energiekosten durch Energieeffizienz die Gesamtbelastung für Unternehmen und Verbraucher konstant zu halten."

Dringend erforderlich dafür ist allerdings der fortschreitende Ersatz von ineffizienten Kraftwerken insbesondere in der Kohle sowie der weitere Ausbau der Energienetze.

Bei einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr hat sich der spezifische Primärenergieverbrauch 2007 (unbereinigt, d.h. ohne Berücksichtigung der Temperatureinflüsse) um rd. 7,5 % verbessert. Nach Bereinigung der Witterungseffekte ergibt sich immer noch eine Verbesserung um rd. 6%. Seit 1990 hat sich damit der spezifische Energieverbrauch (unbereinigt) um rd. 2% p.a. verringert. Das vom Bundeskabinett am 5. Dezember beschlossene Energie- und Klimaprogramm zielt nicht zuletzt darauf, den Energieverbrauch in den kommenden Jahren weiter zu verringern. So wird die Energieversorgung in Deutschland zukunftssicher. Dies ist auch aus Gründen des Klimaschutzes dringend notwendig.

Die Entwicklung wurde beeinflusst durch statistische Sonderfaktoren wie die außergewöhnlich warme Witterung zu Jahresbeginn, die im Vergleich zum extrem kalten ersten Quartal des Vorjahres insbesondere die Nachfrage nach Heizenergie einbrechen ließ (z.B. Heizöl -36%). Aber auch der weitgehend temperaturunabhängige Kraftstoffbedarf ging in diesem Jahr zurück. Zweifellos hat sich der Trend zur Energieeinsparung - auch beeinflusst durch steigende Energiepreise - in vielen Bereichen verstärkt.

Die Sensibilisierung der Verbraucher durch gestiegene Energiepreise spiegelt sich auch im Erfolg der angebotenen Energieeinsparprogramme wider. Neben Rekordzahlen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms wurden insbesondere die vom BMWi geförderten Beratungsprogramme stark nachgefragt. So wurde die unabhängige Energieberatung in den Verbraucherzentralen im Jahr 2006 in 75.000 Fällen in Anspruch genommen. Ein ähnliches Bild zeigt die Vor-Ort-Energieberatung. Hier wurden staatliche Zuschüsse für 20.000 Beratungen beantragt.

Mit dem rückläufigen Energieverbrauch sind auch die energiebedingten CO2-Emissionen deutlich gesunken. Nach ersten Abschätzungen des BMWi dürften sie 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3,6% gesunken sein; gegenüber 1990 beträgt der Rückgang rd. 19,3%. Damit ist Deutschland auf gutem Weg, seine Kyoto-Verpflichtung (Reduktion um 21% bis 2012) zu erfüllen.

Nähere Informationen mit Tabellen und Graphen finden Sie unter:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/energiestatistiken.html

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

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