Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Afrika erhält Anschluss an die Globalisierung

25.08.2010
KfW Entwicklungsbank finanziert Internetzugang und bessere internationale Telekommunikation für 250 Mio. Menschen im östlichen und südlichen Afrika

Wachstumsimpulse für die afrikanische Wirtschaft

Das von der KfW Entwicklungsbank in Höhe von 13,2 Mio. USD aus eigenen Mitteln mitfinanzierte afrikanische Seekabel East Africa Submarine Cable System (EASSy) ist "live geschaltet". Das rund 10.000 Kilometer lange Untersee-Glasfaserkabel verläuft entlang der ostafrikanischen Küste von Südafrika bis Sudan mit Landstationen in Madagaskar, Mosambik, Tansania, Kenia, Somali, Djibouti und auf den Komoren.

Es verbindet insgesamt 21 afrikanische Staaten untereinander und mit dem Rest der Welt. Es versorgt die Nutzer dieser Länder mit hochwertigen Internet- und weiteren internationalen Kommunikationsdienstleistungen (Telefonie). Das Kabel verbessert die Telekommunikationslandschaft in Afrika nachhaltig, da es den Zugang von rund 250 Mio. afrikanischen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht.

"Die Finanzierung der KfW Entwicklungsbank ist ein Beitrag zur Schließung der digitalen Kluft, die weite Teile Afrikas faktisch von den Chancen der modernen Informationstechnologien ausschließt. Das Netz ist Motor für Wachstum und Entwicklung der afrikanischen Volkswirtschaften", sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Betreiber von EASSy ist ein Konsortium aus 16 afrikanischen (92%) und internationalen (8%) Mitgliedern. Es bietet jedem Lizenznehmer auf allen von ihm bedienten Märkten einen offenen Zugang zu erschwinglichen Preisen. Dadurch werden die Wettbewerbsbedingungen in der gesamten Region angeglichen. Kleine, mittlere und große Betreiber treten jetzt unter fairen Voraussetzungen in einen Wettbewerb miteinander. Die daraus resultierende höhere Verfügbarkeit von Internet- und Kommunikationsdienstleistungen für kommerzielle und private Nutzer geht mit sinkenden Kosten und einer größeren Vielfältigkeit der Dienste einher.

Das Netz eröffnet der Region und ihren Einwohnern, die bisher von der explosionsartigen Ausbreitung des Informationsaustauschs und der Globalisierung der Märkte abgeschnitten waren, vollkommen neue Chancen für neue Produkte und Wachstum:

Beispielsweise ein Call Center in Nairobi. Eine gut informierte Bauerninitiative in Äthiopien, die die Weltmarktpreise für Kaffee diskutiert. Die Mutter in Uganda, die zu moderaten Kosten mit Ihrem Sohn im Ausland telefonieren kann. Die Studentin in einer Provinzstadt in Madagaskar, die über das Internet Zugang zu den Bibliotheken der Welt hat. Der Programmierer in Tansania, der seine Arbeit auf dem Weltmarkt anbieten kann. Die Möglichkeiten sind ungezählt.

Das Finanzierungspaket in Höhe von insgesamt 70,7 Mio. USD wurde gemeinsam mit der International Finance Corporation (IFC), der Afrikanischen Entwicklungsbank, der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie der französischen Entwicklungsbank Agence Francaise de Developpement (AFD) geschnürt.

Die Investitionskosten beliefen sich auf insgesamt 235 Mio. USD.
Sie wurden neben den langfristigen Krediten der Entwicklungsbanken in Höhe von 70,7 Mio. USD von einem Konsortium von 25 Telekommunikationsunternehmen getragen.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie