40 Prozent der offenen Stellen in kleinen Betrieben

Das zeigt eine repräsentative Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Daher lohnt es sich für Arbeitssuchende, nicht nur auf Stellenangebote der bekannten großen Betriebe zu achten, sondern auch nach Stellenangeboten von kleinen Betrieben Ausschau zu halten“, sagt Arbeitsmarktforscherin Anja Kettner.

Im ersten Quartal 2013 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 950.000 offene Stellen, davon 808.000 in Westdeutschland und 142.000 in Ostdeutschland. Im Westen ist damit das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu konstant geblieben, im Osten gab es einen leichten Rückgang um fünf Prozent bzw. 8.000 Stellen.

71 Prozent aller offenen Stellen wollten die Arbeitgeber sofort besetzen. Bei 29 Prozent der Stellen waren sie bereits auf Personalsuche, planten die Einstellung aber für einen späteren Zeitpunkt. Knapp die Hälfte aller offenen Stellen hatten die Betriebe den Arbeitsagenturen gemeldet, wobei die Meldequote in Ostdeutschland mit 56 Prozent deutlich höher lag als die Meldequote in Westdeutschland (43 Prozent).

Die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage in den Wirtschaftsbereichen war sehr unterschiedlich. So lag die Zahl der offenen Stellen im Bereich Metalle/Metallerzeugnisse mit 12.000 um ein Viertel niedriger als im Vorjahresquartal. In anderen Bereichen gab es dagegen teils deutliche Zuwächse, beispielsweise im Gastgewerbe (+38 Prozent auf 99.000), im Bereich Handel/Reparatur (+36 Prozent auf 136.000) und im Bereich Erziehung und Unterricht (+32 Prozent auf 23.000).

Das IAB erfasst mit einer repräsentativen Betriebsbefragung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im ersten Quartal 2013 wurden 9.000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche befragt.

Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/grauepap/2013/os1301.xls

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Wolfgang Braun idw

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