Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens macht Flughäfen sicherer

30.05.2012
Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen

Die Siemens-Division Building Technologies hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine Sicherheitslösung für die Zutritts- und Bewegungskontrolle im Vorfeldbereich von Flughäfen entwickelt.


Siemens hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine Sicherheitslösung für die Zutritts- und Bewegungskontrolle im Vorfeldbereich von Flughäfen entwickelt.

Mit der neuen Lösung können Fahrzeuge und Personen, die sich in diesem Bereich aufhalten, besser überwacht und mögliche Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften direkt an eine zentrale Leitstelle gemeldet werden. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt für Flughafen- Sicherungssysteme (FluSs) wurde nach dreieinhalbjähriger Laufzeit vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen.

Die Aufgabenstellung für die elf beteiligten Projektpartner, darunter die Fraunhofer Gesellschaft, die European Business School und die Fraport AG, war die Entwicklung eines integrierten Konzepts für das Sicherheitsmanagement an modernen Flughäfen.

Ausgehend von einer Analyse aktueller Bedrohungsszenarien und der bestehenden Prozesse galt es, flexible Verfahren und Lösungen zu finden, um die Sicherheit zu erhöhen. Betrachtet und geprüft wurden dabei unter anderem neueste Verfahren der Durchleuchtungs- und Sensortechnologie, die Gefahrstoffe aufspüren, aber auch moderne Identifikations-, Ortungs- und Navigationstechnologien sowie Technologien zur Objekt-, Bewegungs- und Mustererkennung.

Darüber hinaus wurde ein Sicherheitsmanagementkonzept für Flughafenbetreiber mit Kosten-Nutzen-Analyse entworfen.

Die Lösung von Siemens
Pro Tag vergibt ein Flughafenbetreiber mehrere hundert Zutrittsberechtigungen zum Flughafenvorfeld, beispielsweise für die Warenanlieferung. Nach der Zutrittskontrolle an der Einfahrt zum Gelände können sich Fahrzeuge und Personen relativ frei und ohne Begleitung und Überwachung auf dem Vorfeld bewegen. Dadurch entsteht ein hohes Sicherheitsrisiko.

Siemens hat hierfür innerhalb des FluSs-Projekts eine Lösung entwickelt. Die so genannte "Integrationsplattform für Zutritts- und Bewegungskontrolle im Flughafenvorfeld (IZB)" auf Basis des Siemens-Leitstellensystems für kritische Infrastrukturen, Siveillance Vantage, regelt die Berechtigungen, überwacht Objekte im Flughafenvorfeld und registriert Sicherheitsrisiken. Dazu wurden die Logik der persönlich zugeteilten Verhaltensrichtlinien (Policies) des Systems erweitert und zusätzliche Sensorenschnittstellen für RFID (Radio Frequency Identification), Radar, GPS (Global Positioning System) und ADS-B (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast) integriert. ADS ist ein System der Flugsicherung, das die Flugbewegungen im Luftraum aufzeichnet. Informationen zu Policies und Zutrittsberechtigungen auf dem Vorfeld beziehungsweise Teilgebieten werden auf diesen Sensoren gespeichert und am zu überwachenden Objekt angebracht.

In Echtzeit können so Objekte wie Fahrzeuge oder Container per GPS und Live-Videobild von einer zentralen Leitstelle erfasst werden. Im Abgleich mit den zugeordneten Policies ist es möglich, Verstöße und Gefahrenpotenziale - beispielsweise wenn ein nicht berechtigtes Fahrzeug in einen Baustellenbereich fährt oder eine Ausfahrt blockiert - frühzeitig zu erkennen und einzugreifen.

Die Sicherheitslösung für die Zutritts- und Bewegungskontrolle lässt sich überall dort einsetzen, wo größere Areale überwacht sowie Personen und Fahrzeuge geleitet werden müssen. Sie eignet sich daher nicht nur für das Flughafenvorfeld, sondern auch für den Einsatz an Seehäfen, Bahnhöfen, in Chemieunternehmen oder im Tagebau.

Press Relations: Vera Klopprogge
Telefon: +49 69 797 3324
E-Mail: vera.klopprogge@siemens.com
Siemens AG
Infrastructure & Cities Sector - Building Technologies Division
Rödelheimer Landstr. 5-9, 60487 Frankfurt am Main

Vera Klopprogge | Siemens Infrastructure
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Ostfalia forscht an Ultraleichtflugzeug mit Elektroantrieb
19.10.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

nachricht Wie E-Autos effizient genutzt werden
16.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise