Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schiff ahoi im Binnenland - Seeleute-Ausbildung in neuen Dimensionen

29.10.2009
Sie steuern Container- oder Kreuzfahrtschiffe über die Weltmeere, installieren Windparks auf hoher See oder verzurren schwere Lasten auf Frachtern: Angehende Kapitäne und Schiffsmechaniker lernen ihr Handwerkszeug im niedersächsischen Elsfleth. Rund 35 Kilometer von der Nordsee entfernt entsteht derzeit ein Trainingscenter, das mit innovativer Simulationstechnik neue Maßstäbe in der maritimen Ausbildung setzt.

Der „Heavy Lift Cargo Handling Simulator“ wird weltweit der erste Simulator sein, an dem Schiffsmechaniker das Beladen von Schiffen unter Schwergut lernen können. In einer Kranführerkabine mit Rundum-Sichtfeld lernen sie, tonnenschwere Einzelstücke punktgenau zu bewegen – eine Aufgabe, die bei schwimmenden Objekten erheblich schwerer ist als an Land.


Täuschend echt: Am computergesteuerten Schiffssimulator in Elsfleth trainieren Studenten und Kapitäne schwierigste Manöver. Copyright: Innovatives Niedersachsen

Einzigartig ist auch das „Lash Education Model“, mit dem die Auszubildenden in Zukunft das Verzurren von schweren Lasten unter realen Bedingungen trainieren, ein Gefühl für die auf das Befestigungsmaterial einwirkenden Kräfte bekommen und damit Risiken bei der Sicherheit von Frachtern an Bord schneller erblicken und abschätzen können.

Die Simulatoren werden integriert in das neue Maritime Safety Training Center, dessen Bau noch 2009 begonnen werden soll. Zentraler Bestandteil ist eine riesige Schwimmhalle, in der bei künstlich erzeugtem Sturm, Wellengang, Strömung und Dunkelheit verschiedene Seenotfälle wie die Notwasserung eines Versorgungshelikopters geübt werden können.

Die zukünftigen Chefs an Bord – die Kapitäne und Ersten Offiziere – erwerben einen großen Teil ihrer Praxis schon seit Längerem im Trockenen. Täuschend echt ist die Situation im computergesteuerten Schiffssimulator, an dem die Nautik-Studenten der Fachhochschule (FH) Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth schwierigste Manöver trainieren. Eine komplette Schiffsbrücke mit GPS, Log, elektronischer Seekarte, Radar und allen weiteren Ausstattungsmerkmalen der neusten Schiffsgeneration und eine komplexe Software ermöglichen es, die wichtigsten See- und Hafenreviere der Welt und komplizierte Szenarien zu simulieren.

Die Simulatoren gehören zum Maritimen Campus Elsfleth, dem größten maritimen Kompetenzzentrum in Europa. In einer Public Private Partnership engagieren sich hier die FH Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, das Land Niedersachsen, die Stadt Elsfleth und die Beluga Shipping GmbH Bremen. Zu dem 30.000 Quadratmeter großen Areal gehören neben dem traditionsreichen Fachbereich Seefahrt der FH das Schiffsmechanikerzentrum und ein maritimes Forschungszentrum. Das Ziel: Maritime Ausbildung, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft miteinander verzahnen und technische Innovationen in der Seefahrt umsetzen.

Kontakt: Eva-Maria Rexing, Tel.: 0511/76072624, E-Mail: rexing@nds.de

Eva-Maria Rexing | Innovatives Niedersachsen GmbH
Weitere Informationen:
http://www.innovatives.niedersachsen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie