Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kein Stau vor der Mautstation

14.10.2010
Flächendeckende Verkehrsinformationen in Echtzeit: ViaMichelin zeigt den Autofahrern auf seinem Portal und als iPhone App die aktuelle Verkehrslage auf französischen Straßen.

Seit September sogar noch genauer. Denn die PTV setzt neueste Datenverarbeitungstechnologien ein, um Verkehrsdaten von Detektoren mit Floating Car Data (FCD) zu ergänzen. Dadurch entstehen fast lückenlose Informationen über das Verkehrsgeschehen.

Das Navigationsgerät meldet einen Stau vor der Mautstation? Hier liegt vermutlich ein Irrtum vor, denn in Wirklichkeit wird gebremst und eine kurze Strecke im Schritttempo zurückgelegt, bevor es dann im "normalen" Tempo weitergeht. Das Ganze hat also nichts mit einem echten Stau zu tun. Das Portal von ViaMichelin macht solche Fehler nicht.

Da Detektordaten von Autobahnen und Bundesstraßen um FCD aus dem fließenden Verkehr ergänzt werden, entstehen genaue Informationen darüber, welche Straßen wie stark und in welcher Geschwindigkeit befahren sind. Die Software von PTV wertet die Daten aus und berechnet die mittlere Geschwindigkeit. Dabei wird die Plausibilität und Wertigkeit der Daten geprüft, damit nicht beispielsweise Informationen vor Mautstationen oder aus einem parkenden Taxi die Ergebnisse verfälschen. So werden die Effekte zeitweiliger Manöver von echten Verkehrseinflüssen abgegrenzt. Das Ergebnis sind realistische Geschwindigkeiten und Reisezeiten.

Die Daten sind hochaktuell: Alle drei Minuten werden sie ausgewertet, das ist Echtzeit. Weit über 100.000 Fahrzeuge senden derzeit aktiv an einem Wochentag ihre Daten. Je mehr Fahrzeuge als mobile Sensoren fungieren, umso genauer lässt sich die Verkehrslage darstellen. Das Besondere an dem System für ViaMichelin ist seine hohe Kapazität: Es kann Zehntausende an Positionsmeldungen pro Minute verarbeiten.

Die Informationen werden auf dem Internetportal von ViaMichelin dargestellt und zur Generierung von TCM-Nachrichten für den Rundfunk sowie von Navigationsgeräten für die dynamische Routensuche genutzt. Aber damit hat sich die potenzielle Nutzung noch lange nicht erschöpft: Denkbar wäre, dass die Daten künftig auch für kooperative Systeme verwendet werden.

Also für Systeme, bei denen Fahrzeuge, Infrastruktur und Verkehrszentrale miteinander kommunizieren. Dann könnten beispielsweise Straßenbetreiber anhand der Daten ihre Wechselwegweiser anpassen - und die Fahrer würden endlich erleben, dass die Informationen auf den Schilderbrücken sich mit denen ihres Navigationsgerätes decken.

Kristina Stifter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ptv.de

Weitere Berichte zu: Echtzeit Mautstation Navigationsgerät PTV Stau Verkehrslage ViaMichelin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen
26.06.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie