Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hyperloop: Hightech aus dem Nordwesten

10.07.2017

Menschen mit Hilfe einer Transportkapsel nahezu in Schallgeschwindigkeit von einem Ort zum anderen bringen - das ist die Idee hinter dem Projekt „Hyperloop“. Um seine Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat Tesla-Chef Elon Musk vor zwei Jahren einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Das Besondere: das futuristisch anmutende Vorhaben soll von Studierenden umgesetzt werden. Unter den Teilnehmern der Endrunde des internationalen Wettbewerbs ist auch das HyperpodX- Team aus Emden und Oldenburg.

Das Prinzip: Der Hyperloop soll Passagiere in Transportkapseln durch Magnet-Schwebetechnik in einer Röhre mit bis zu 1200 Kilometer pro Stunde von San Francisco nach Los Angeles befördern. Reisen soll damit schneller, günstiger und umweltfreundlicher werden.


Projektstudie Hyperloop: so kann es aussehen

Bildquelle: Hyperloop // bearbeitet: Hochschule Emden/Leer


Ein Teil des HyperpodX-Teams mit seinen Professoren kurz vor der Fertigstellung des Pod in der Emder Werkhalle.

Bildquelle: Hochschule Emden/Leer

Das feste Kernteam von HyperpodX besteht aus Studierenden aus 13 Nationen aus dem Studiengang Engineering Physics, den die Hochschule Emden/Leer und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gemeinsam anbieten, sowie aus den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Maschinenbau. „Wir kombinieren dabei die physikalischen Effekte und Technologien mit der Realisierung des Bauteils“, so Prof. Dr. Thomas Schüning von der Hochschule Emden/Leer, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Walter Neu betreut.

Die Transportkapsel, an der die Studierenden in den vergangenen Monaten gearbeitet haben, soll - zunächst noch ohne Passagiere – in wenigen Wochen auf einer Teststrecke in Los Angeles zum Einsatz kommen. Dieses Ziel verfolgten neben den Studierenden aus Emden und Oldenburg noch rund 700 Konkurrenten aus aller Welt, von denen 24 Teams in die Endrunde gelangten.

Bevor die Finalteilnehmer des Wettbewerbs am letzten Augustwochenende an den Start gehen dürfen, müssen jedoch alle Teams zuerst eine siebentägige Testphase überstehen. „Das ist eine ganz große Hürde, die wir nehmen müssen“, so Neu. Ein wichtiges Element bei der Umsetzung ist der Einsatz extrem starker Magneten, die den Pod in der Transportröhre schweben lassen und zudem zum Bremsen genutzt werden sollen.

Bereits in der ersten Runde des Wettbewerbs im vergangenen Jahr war ein Team aus Emden und Oldenburg beteiligt. Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer, sprach den Studierenden und ihren Betreuern am Montag während eines Pressegesprächs seine Anerkennung aus. „Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, projektorientierte Lehre zu betreiben“, so Kreutz.

Beide Hochschulen beteiligen sich jeweils mit rund 25 000 Euro an dem insgesamt rund 250 000 Euro teuren Projekt. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur steuert 45 000 Euro bei. Weitere Sponsoren mit einer Beteiligung von rund 150 000 Euro – in Form von Bauteilen und Geld - wurden von den Studierenden eingeworben.

Die Idee, sich überhaupt an dem internationalen Wettbewerb zu beteiligen, sei ebenfalls von Studierenden gekommen, wie Neu und Schüning betonten. „Wir waren von Anfang an sehr motiviert“, so Alejandro Delgadillo, der als Teamleiter für das Projekt fungiert. „Viele sagten es sei unmöglich“. Umso gespannter seien er und seine Mitstreiter nun, in L.A. das Gegenteil zu beweisen.

Dipl.-Ing. Wilfried Grunau | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hs-emden-leer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik