Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

»eFlotte« entwickelt praxistaugliche IT-Lösungen für Elektromobilisierung von Fahrzeugflotten

21.10.2015

Nach dreijähriger Laufzeit befindet sich das Spitzenclusterprojekt »eFlotte« auf der Zielgeraden. Viele der dabei entwickelten Lösungen, die die Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Fahrzeugflotten vereinfachen, wurden in der Praxis erprobt oder sind schon im Alltagsbetrieb angekommen – z.B. ein Ladeinfrastrukturdemonstrator am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart.

Elektromobilität findet den Zugang zum Markt über Fuhrparkflotten – das zeigen aktuelle Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Um Elektrofahrzeuge flächendeckend auf die Straße zu bringen, müssen sie ein fester Bestandteil von Fahrzeugflotten werden.

Durch die im Projekt entwickelten intelligenten, praxistauglichen IT-Lösungen werden Fuhrparkmanager bei der Integration elektrisch angetriebener Fahrzeuge in ihre Flotten unterstützt und ein reibungsloser Alltagsbetrieb sichergestellt.

Das Projekt »eFlotte« ist eines von 13 Projekten der ersten Förderphase des Spitzenclusters »Elektromobilität Süd-West«. Es ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung und wird in diesem Rahmen mit 1,3 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer-Anwendungszentrums KEIM arbeitete das Projektkonsortium in den vergangenen drei Jahren gemeinsam an intelligenten Flotten- und Lademanagementlösungen, die die Spezifik der Elektromobilität für gemischte Flotten aus Benzin/Diesel- sowie Elektrofahrzeugen in verschiedenen Anwendungsfeldern berücksichtigen.

Betrachtet wurden dabei die Anforderungen für Personenverkehr, Güterverkehr und Service-Dienstleister wie beispielsweise Techniker im Außendienst. Am Projekt beteiligt waren neben dem Fraunhofer-Anwendungszentrum KEIM die AMETRAS rentconcept GmbH, die Daimler FleetBoard GmbH, die Infoman AG sowie die PTV AG.

Software ermittelt Potenzial für die Integration von E-Fahrzeugen in Flotten

Im Rahmen des Projekts hat AMETRAS rentconcept eine Softwarelösung entwickelt, mit der Unternehmen und Kommunen ermitteln können, ob eine Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Flotten sinnvoll ist. Sie unterstützt Flottenverantwortliche dabei, Potenziale für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im eigenen Fuhrpark zu identifizieren und wirtschaftlich umzusetzen. Unterschiedliche Hersteller und Fahrzeugtypen sowie die dazugehörige Ladeinfrastruktur können berücksichtigt sowie die Auswahl auf ökonomische und ökologische Faktoren ausgerichtet werden.

Unterstützung logistischer Flotten für emissionsfreie Zustellung in Ballungszentren

Ein weiterer Schwerpunk lag auf dem Güterverkehr. Mithilfe einer Softwarelösung der PTV AG in Zusammenarbeit mit Daimler FleetBoard konnte die Einbindung von Elektrofahrzeugen in logistische Flotten erheblich vereinfach werden. Hierbei werden nicht nur die Besonderheiten von Elektrofahrzeugen, z.B. die unterschiedlichen Kostenstrukturen gegenüber konventionellen Fahrzeugen, bei der Planung der Touren berücksichtigt. Durch eine geschickte Anbindung der Telematik im Fahrzeug an die Tourenplanungssoftware kann der Disponent zudem jederzeit auf eventuelle Reichweitenbeschränkungen der Elektrofahrzeuge reagieren und sich die besten Alternativvorschläge errechnen lassen.

Ladeinfrastrukturdemonstrator am Fraunhofer-Campus erfolgreich in Betrieb genommen

Am Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart wurde darüber hinaus ein Ladeinfrastrukturdemonstrator mit 27 Ladesäulen in Betrieb genommen. Mit einem speziell entwickelten System können Ladevorgänge gesteuert und die gesamte Ladeinfrastruktur überwacht werden. Das System ist individuell an unterschiedliche Flottenstandorte anpassbar und verfügt über alle notwendigen Funktionen, um Ladeinfrastrukturen zukünftig als steuerbare Verbraucher in lokalen Energienetzen zu betreiben. Über definierte und im Projekt erprobte Schnittstellen ist das neue System zudem in Flottenmanagementsysteme integrierbar.

Spitzencluster »Elektromobilität Süd-West«

Mit rund 100 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft ist der Spitzencluster »Elektromobilität Süd-West« einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität. Der Cluster, der von der Landesagentur e-mobil BW GmbH gemanagt wird, verfolgt das Ziel, die Industrialisierung der Elektromobilität in Deutschland voranzubringen und Baden-Württemberg zu einem wesentlichen Anbieter elektromobiler Lösungen zu machen. In den vier Innovationsfeldern Fahrzeug, Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Produktion werden renommierte große, mittlere und kleine Unternehmen, insbesondere der Region Karlsruhe – Mannheim – Stuttgart – Ulm, untereinander und mit Forschungsinstituten vor Ort vernetzt. Darüber hinaus sorgen spezialisierte Arbeitsgruppen für eine übergreifende Themenbearbeitung in verschiedenen Schwerpunktfeldern, z. B. »Digitalisierung und automatisiertes Fahren« oder »Internationalisierung«.

Ansprechpartner:

Gabriele Scheffler
Anwendungszentrum KEIM
Fraunhofer IAO
Flandernstr. 101
73732 Esslingen am Neckar
Telefon +49 711 970-2253
E-Mail: gabriele.scheffler@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/ueber-uns/presse-und-medien/1653-fahrzeugfl...

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Effizient und intelligent: So können Drohnen die Zustellung von Gütern planen
12.07.2017 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

nachricht Hyperloop: Hightech aus dem Nordwesten
10.07.2017 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Akute myeloische Leukämie (AML): Neues Medikament steht kurz vor der Zulassung in Europa

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie