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Kurze Wege sparen Geld

03.08.2007
Ermittlung der Fertigungsstandorte von Solarzellen in Abhängigkeit von Transportkosten

Wer sein Ziel kennt, findet den Weg. Was schon Laotse wusste, machte sich ein junges Unternehmen mit zukunftsträchtigen Produkten zu eigen und ließ seine Standorte vom Fraunhofer IML wegeoptimal anhand der bekannten Zielmärkte und der günstigsten Transportkosten ermitteln.

Die Notwendigkeit zur Umgestaltung unseres derzeitigen Energiesystems hin zu regenerativer Energiegewinnung bringt innovative technologische Ansätze hervor. So stellt die Concentrix Solar GmbH mit Sitz in Freiburg innovative Konzentrator-Photovoltaik-Systeme her. Sie werden wegen der stärkeren Sonnenstrahlung vor allem in südeuropäische Zielländer geliefert

Direktes Sonnenlicht wird mit Hilfe von Fresnel-Linsen auf einen kleinen Brennpunkt konzentriert. Dadurch lässt sich die aktive Solarzellenfläche im Vergleich zu herkömmlichen Solarmodulen drastisch reduzieren. Der geringe Materialverbrauch spart Kosten und erlaubt den Einsatz hochwertiger Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad. Am Einsatzort werden die Module auf so genannte Tracker montiert, die es ermöglichen, die Modulgruppen dem Sonnenstand entsprechend nachzuführen, um ein Optimum an regenerativer Energie zu gewinnen.

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»Modul »Montage »Solarzelle

Concentrix musste in kurzer Zeit nicht nur Kapazitäten für die Produktion und Montage von Modulen aufbauen, sondern auch eine hinsichtlich der Transportkosten optimale Standortkonfiguration ermitteln. Für letztere Aufgabe zog das Unternehmen das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund zu Rate.

Die Logistik-Spezialisten analysierten in Abhängigkeit von den Transportkosten, an welchen Standorten produziert und montiert werden sollte. Dabei konnten sie auf ein ganzes Bündel von am Institut entwickelten Instrumenten und Methoden zurückgreifen, wie beispielsweise das bewährte und ständig erweiterte Softwaretool DISMOD. Eigens für dieses Projekt erarbeiteten die Fraunhofer-Forscher ein anbieterneutrales Kostenmodell. Damit kann die Wahl des Transportträgers unabhängig vom Anbieter getroffen werden, was die Flexibilität erhöhte und nochmals Einsparpotenziale erschließt. Die gewonnenen Daten wurden inzwischen in DISMOD-Multimodal integriert.

Zusätzlich schlugen die Experten einen Standort für das Auslieferungslager vor, das als Puffer zwischen Herstellung und Montage sowie den Aufstellorten in den Zielländern dient. Dieser Puffer ist notwendig, um die kontinuierliche Produktion der Systeme von den wechselnden und in kurzen Zeiträumen zu bestückenden Aufbauorten zu entkoppeln, die zunächst in Spanien, Italien und Griechenland liegen sollen.

Stefan Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.iml.fhg.de/

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