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Weltrekord im Postamt mit Siemens-Briefsortierern

19.12.2006
Mit dem effizientesten und flexibelsten Adresslesesystem der Welt wird Post künftig noch schneller und zuverlässiger zugestellt.

Wie das Siemens-Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet, erkennt das System den Bestimmungsort von bis zu 60.000 Sendungen pro Stunde und sortiert sie praktisch fehlerfrei nach Stadt, Straße und Hausnummer. Ob lateinische Schrift oder chinesische sowie arabische Zeichen, das neue Schrifterkenungsverfahren schafft 17 Umschläge pro Sekunde – das ist Rekord. Ab 2007 startet ein Pilotprojekt mit dem ArtREAD genannten System bei einem der großen europäischen Postdienstleister.


Heute werden in Deutschland Briefe in Abgangspostämter gebracht, je nach Briefgröße mit unterschiedlichen Adresslesemaschinen gelesen und anschließend mit einem Barcode bedruckt, der die vollständige Information für das Verteilen enthält. Dank dieses Verteilcodes muss die Sortiermaschine die Adresse am Empfangsort kein zweites Mal einlesen, sondern leitet den Brief gleich in das richtige Fach der Feinverteilanlage.

Mit Hilfe von ArtREAD können erstmals alle Sendungen mit nur einem Verfahren gelesen werden. Egal ob Brief, Päckchen oder Zeitschrift – mit speziellen Hochleistungslesern erkennt die Software auch schwer lesbare oder unleserlich geschriebene Adressen. Selbst eine an der falschen Stelle aufgeklebte Briefmarke macht meist keine Probleme. Neben tausenden Adressmustern, Buchstaben oder Handschrifttypen beherrscht das System zudem viele Schriftsprachen.

Als weitere Verbesserung bringen die Postautomatisierungsspezialisten von Siemens Industrial Solutions and Services im nächsten Jahr ein Fingerprint-Verfahren auf den Markt. Dabei nimmt die Software von der Vorderseite der Sendung eine digitale Signatur auf, die so individuell wie ein menschlicher Fingerabdruck ist. Aus jedem Briefbild extrahiert es die unverwechselbaren Merkmale, die als binärer Code zusammen mit der eingelesenen Adresse gespeichert und am Bestimmungsort abgeglichen werden. Der bisher aufgedruckte Code wird dadurch überflüssig. So sparen sich die Postdienstleister die komplexe Drucktechnik, große Mengen Druckertinte und aufwändige Servicemaßnahmen.
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Der amerikanischen Post USPS verhilft Siemens ebenfalls zu beträchtlichen Einsparungen. Mit dem Nachsendesystem PARS werden Briefe mit veralteten Adressen nicht mehr falsch zugestellt, sondern kommen gleich an die neue, richtige Adresse. USPS spart so jährlich mehrere hundert Millionen Dollar. (IN 2006.12.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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